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10.02.2012 11:49

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Merkel: 'Weg des geringsten Schadens' bei Griechenland-Rettung


    BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will trotz aller Probleme den eingeschlagenen Rettungskurs für Griechenland weiterverfolgen. Es sei der "Weg des geringsten Schadens", den sie am meisten verantworten könne, sagte Merkel nach Teilnehmerangaben in einer Sondersitzung der Unionsfraktion am Freitag in Berlin. Im Hinblick auf Szenarien einer Staatspleite Athens machte Merkel deutlich, dadurch hätte man "ein Haftungsrisiko am Hacken, das man nicht mehr beherrschen kann".

 

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte den Angaben zufolge vor den Abgeordneten, in der Abwägung halte er "das, was wir tun, für die verantwortliche Lösung". Der Minister machte allerdings klar, dass die Voraussetzungen zur Freigabe weiterer Hilfen für Griechenland noch nicht erfüllt seien. Vorerst sei mit den Maßnahmen ein Schuldenstand von 128 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2020 zu erreichen, die Zielmarke liege aber bei 120 Prozent. "Es geht nicht darum, die Griechen zu quälen", sondern auf einen Pfad zurückzuführen, damit der Euro-Partner wieder "ein auskömmliches Leben" führen könne, sagte Schäuble laut Teilnehmern.

 

    Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sagte nach der Sitzung mit Blick auf die am 27. Februar geplante Bundestagsentscheidung: "Unser Ziel ist, Griechenland zu helfen, aber Griechenland muss seine Voraussetzungen ebenfalls leisten." Athen habe nun die nächsten Tage Zeit, das Reformprogramm auch umzusetzen./sam/DP/hbr

 

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