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10.02.2012 11:56

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Merkel fürchtet bei griech. Pleite unbeherrschbares Haftungsrisiko - Kreise


   BERLIN (Dow Jones)--Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt einen erfolgreichen Abschluss des zweiten Hilfspaketes für Griechenland an, auch um die aus ihrer Sicht unabsehbaren negativen Auswirkungen einer griechischen Staatspleite zu vermeiden. "Dann haben wir ein Haftungsrisiko an der Hacke, das wir nicht mehr beherrschen", sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern an der Sondersitzung der Unionsfraktion, auf der über den Verhandlungsverlauf der Eurogruppensitzung am Donnerstag berichtet wurde. Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile erscheine der "jetzt eingeschlagene Weg als der des geringsten Schadens, der Weg, den ich am meisten verantworten kann", sagte die Kanzlerin nach Angaben von Sitzungsteilnehmern.

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe in der Sitzung erläutert, dass in der vergangenen Nacht in der Eurogruppe noch keine Freigabe von Griechenland-Hilfen erfolgt sei, weil weiter Punkte offen und zu klären seien. Die von den Griechen derzeit geplanten Reformmaßnahmen würden zu einer Reduzierung der griechischen Schuldenquote auf 128% führen, angestrebt seien jedoch 120%. Zu bemängeln sei zudem, dass auch aus dem ersten Griechenland-Paket immer noch Anforderungen nicht erfüllt seien, sagte Schäuble nach Aussage von Sitzungsteilnehmern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) habe seine Bereitschaft zur Beteiligung am zweiten Griechen-Paket erklärt.

   Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, betonte, dass ein Ja des Bundestages davon abhänge, ob erkennbar die Reformumsetzung in Griechenland eingeleitet sei und entsprechende parlamentarische Beschlüsse gefasst würden. Die Griechen müssten "die Sicherheit der Umsetzung" geben. Sollten die Griechen den Anforderungen gerecht werden und "liefern", gehe er von einer Mehrheit für das zweite Griechenland-Paket bei der Sondersitzung am 27. Februar aus. Bereits am 24. Februar werde sich der Haushaltsausschuss mit der Griechen-Hilfe befassen, kündigte Brüderle nach der Sondersitzung seiner Fraktion in Berlin an.

-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122 beate.preuschoff@dowjones.com DJG/bep/hab (END) Dow Jones Newswires

   February 10, 2012 05:26 ET (10:26 GMT)

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