Merkel in Peking: Europa wächst in der Krise zusammen
Jedes Land müsse seine Hausaufgaben machen. Auf der anderen Seite seien alle Länder auch solidarisch miteinander. Europa werde in den nächsten Jahren noch enger zusammenarbeiten, wofür Deutschland eintreten werde. Es gebe keine Krise des Euro, sondern eine Krise überhöhter Schulden und der Wettbewerbsfähigkeit. Der Euro habe die Europäische Union stärker gemacht. Die Währungsunion müsse aber noch mehr politische Gemeinsamkeiten entwickeln.
Die Kanzlerin machte deutlich, dass sie in Peking auch die Menschenrechte ansprechen wollte. In den Beziehungen sprächen beide Seiten immer auch über Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. "Und ich bin sicher, dass es auf dieser Reise auch wieder der Fall sein wird." Wirtschaftliche Entwicklung basiere auf innerem Frieden. Dazu seien auch "verlässliche rechtsstaatliche Strukturen" notwendig.
Die Kanzlerin setzte sich auch für offene Märkte ein. Deutsche Unternehmer in China wollten gleich behandelt werden mit chinesischen Firmen. Es sei auch ein besserer Urheberrechtsschutz notwendig. Merkel äußerte ferner die Hoffnung, dass auch mehr chinesische Unternehmen in Deutschland investierten./du/lw/DP/zb


