27.01.2013 18:40
Bewerten
(0)

Eurokrise prägt Gipfel in Chile

Merkel mahnt zu Kraftakt: Eurokrise prägt Gipfel in Chile | Nachricht | finanzen.net
Merkel mahnt zu Kraftakt
DRUCKEN
In Sorge um die Weltwirtschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Europa zu weiteren Kraftanstrengungen in der Finanzkrise aufgerufen.
"Unser aller Entwicklung hängt unglaublich voneinander ab", sagte sie am Sonntag, dem Abschlusstag des Gipfels der EU mit den lateinamerikanischen und karibischen Staaten (Celac) in Santiago de Chile. Es gehe um Wettbewerbsfähigkeit und Haushaltsdefizite. "Das Allerwichtigste hier für Länder ist, dass sie den Eindruck haben, dass wir als Euroraum die Krise gemeinsam überwinden und nicht einzelne Länder hängenlassen."

    Die Eurokrise prägte die Gespräche der Staats- und Regierungschefs aus 60 Ländern zu weiten Teilen. Merkel sagte, es gebe auch großes Interesse an der kritischen Haltung Großbritanniens. Sie betonte, Premierminister David Cameron - er war nicht zum Gipfel gekommen - spreche Punkte an, die alle in der EU beträfen.

   Die Kanzlerin sagte unter Hinweis auf ihr viertes Treffen dieser Art: "Ich habe noch keinen Gipfel erlebt, auf dem die Beziehungen so eng, so aufgeschlossen und dynamisch sind." Nach langjährigen Geschäften mit Asien sehe Lateinamerika jetzt, "dass es für eine balancierte Kooperation auch sehr wichtig ist, sich auch auf die Stärken Europas zu beziehen".

     Auf dem Weg zu einer Beziehung "auf Augenhöhe" erklärte der Gastgeber, Chiles Staatspräsident Sebastián Piñera, den 460 Milliarden Dollar (340 Milliarden Euro) EU-Investitionen des vergangenen Jahrzehnts in Lateinamerika und der Karibik stünden bereits 117 Milliarden Dollar (87 Milliarden Euro) entgegen, die aus der Region in die EU-Länder geflossen seien.

    Trotz der Abwesenheit des krebskranken Präsidenten Venezuelas, Hugo Chávez, fehlte es nicht an kritischen Stimmen. "Wenn wir uns dem Markt unterwerfen, gibt es wirtschaftliche und soziale Probleme, während die Armut weiter wächst", warnte Boliviens Staatschef Evo Morales in Santiago. Er warb dafür, die Schere zwischen Arm und Reich von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent zu schließen.

  Merkel bezeichnete die Abschottung der Wirtschaft gegen Konkurrenz aus dem Ausland in Lateinamerika als "Sorgenkind". Damit zielte sie vor allem auf Argentinien und den südamerikanischen Wirtschaftsverbund Mercosur, dessen wichtigstes Mitglied Brasilien ist. "Wir teilen natürlich auch bestimmte politische Vorstellungen nicht, aber die, die auf Freihandel setzen, sind in der Überzahl."

   In der Abschlusserklärung des Treffens heißt es: "Die Erholung ist weiterhin sehr langsam." Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos sagte: "Wenn es Europa gut geht, geht es auch Lateinamerika gut." Man sehe bereits Licht am Ende des Tunnels. "Als konsolidierte Partner werden wir alle (von der europäischen Erholung) profitieren."

    Im Bemühen der EU um mehr Investitionssicherheit für europäische Unternehmen in Lateinamerika wurde in dem Dokument um Verlässlichkeit geworben. Allerdings mit dem Vorbehalt, dass jedes Land das Recht habe, Regeln im Rahmen seiner nationalen Zielsetzungen aufzustellen. Die Staaten der EU und der Celac waren sich einig, ein offenes multilaterales Handelssystem zu fördern. Gleichzeitig bestanden sie weiter auf einer internationalen Finanzregulierung, um systemischen Krisen vorzubeugen.

    SANTIAGO DE CHILE (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, antos777 / Shutterstock.com

Melden Sie sich jetzt an!

Gold, Öl und Industriemetalle erleben ein Comeback: Kupfer legte beispielsweise seit Jahresbeginn über 20 Prozent zu. Welche Einstiegschancen sich nun ergeben, erfahren Sie im Online-Seminar am 19. Dezember.
Hier zum Rohstoff-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Charttechnischer Ausblick auf die Finanzmärkte 2018

Nicht verpassen: Am 4. Januar Live-Webinar mit einer Analyse der langfristigen Chartbildern von Zinsen, EUR/USD, Rohstoffen und Aktien. Exklusiv für den Börse Stuttgart Anlegerclub.
Kostenfrei registrieren und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX geht grün ins Wochenende -- Wall Street schließt im Plus -- Bitcoin: Neues Rekordhoch -- H&M-Aktie stürzt ab -- Airbus-Konzernchef Enders geht 2019 -- Oracle, HelloFresh, Merck KGaA, VW im Fokus

Luxemburg klagt gegen EU-Steuernachforderung an Amazon. EU strebt schnelle Fortschritte bei Bankenunion und ESM an. Tui verstärkt sich im Kreuzfahrtgeschäft. Ryanair wirft bei Fluggesellschaft Niki Hut in den Ring. Ripple marschiert auf Platz drei der größten Kryptowährungen. Steinhoff bekommt Hilfe von Tochter Steinhoff Africa Retail. Gemalto offenbar doch bereit zu Übernahmegesprächen mit Atos. CropEnergies verdient im dritten Quartal weniger.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Steinhoff International N.V.A14XB9
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
RWE AG St.703712
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
adidas AGA1EWWW