19.07.2013 13:17
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Merkel weist Forderung nach griechischem Schuldenschnitt zurück

   Von Susann Kreutzmann

   BERLIN--Trotz neuer Forderungen aus Athen sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) keine Möglichkeit für einen griechischen Schuldenschnitt. Merkel mahnte auf ihrer Sommerpressekonferenz in Berlin, die Folgen eines solchen Schritts zu bedenken. "Das kann zu einer massiven Verunsicherung in der Eurozone führen", warnte sie. Auch die Forderung aus Griechenland nach Reparationszahlungen in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro wies Merkel zurück. "Wir schließen uns dieser Rechtsauffassung nicht an", stellte sie klar.

   Seit Jahrzehnten belastet die Forderung nach Reparationszahlungen für Massaker und Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges das bilaterale Verhältnis. In der jüngsten Vergangenheit hatten Athener Politiker immer wieder erklärt, Griechenland könne damit einen Teil seiner Schulden begleichen.

   Merkel machte deutlich, wie wichtig die Schaffung einer zentralen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank sei. Am Beginn der Legislaturperiode hätte sie aus deutscher Perspektive dazu noch eine andere Meinung gehabt, sagte sie. "Mich leitet das Wissen, dass es Deutschland auf Dauer nicht gut geht, wenn es Europa nicht gut geht", betonte sie. Schon aus der Innenpolitik heraus gebe es ein "massives Interesse", Europa gut zu gestalten.

   Merkel verwies auf die Notwendigkeit, sich mehr an der Welt außerhalb Europas zu orientieren. Aufstrebende Industrienationen wie Indien oder China holten zunehmend auf. "90 Prozent des Wachstums findet außerhalb Europas statt", sagte Merkel.

   Kontakt zur Autorin: Susann.Kreutzmann@dowjones.com

   DJG/suk/apo

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   July 19, 2013 06:46 ET (10:46 GMT)

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