DAX8.197-0,4%  Dow15.294-0,2%  Euro1,34070,1% 
ESt502.684-0,6%  Nas3.475-0,2%  Öl106,00,0% 
TDax958,4-0,1%  Nikkei13.2451,8%  Gold1.3730,4% 

19.05.2010 07:08

Senden

Merkels Euro-Rhetorik sorgt für deutliches Minus - DAX unter 6.000 -- Euro stark volatil -- BaFin greift durch: Leerverkaufsverbot -- Toyota, Target, Deere, Air Berlin, PNE Wind im Fokus


Coba will Staatshilfen schneller zurückzahlen. Aareal Bank mit verhaltener Zuversicht. Spanien nur mit Mini-Wachstum. HP überzeugt: Gewinnprognose angehoben. Wirecard verdient mehr. Presse: Bund mit Masterplan zur Euro-Rettung. Abacho will Kapital erhöhen. Sybase-Übernahme: SAP droht Klage von Aktionärsseite. Nach Kurssturz in den USA: Neue Regeln für US-Börsen geplant. Schäuble will ohne Steuererhöhungen auskommen. EU: Millionenstrafe gegen Chip-Kartell.

Termine vom 19.05.10:
- D: Erwerbstätigkeit 1.Quartal
- EU: Produktion Baugewerbe März
- D: ifo Weltwirtschaftsklima 2. Quartal
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: Verbraucherpreise April
- USA: Realeinkommen April
: Quartalszahlen
- Aareal Bank: Hauptversammlung
- Applied Materials: Quartalszahlen
- Air France-KLM: Quartalszahlen
- Autodesk: Quartalszahlen
- Commerzbank: Hauptversammlung
- CompuGroup: Hauptversammlung
- Crédit Agricole: Hauptversammlung
- Deere: Quartalszahlen
- Grammer: Hauptversammlung
- Limited Brands: Quartalszahlen
- PNE Wind: Hauptversammlung
- R Stahl: Quartalszahlen
- Statoil: Hauptversammlung
- Target: Quartalszahlen
- Vossloh: Hauptversammlung

Merkel-Aussagen und Schuldenkrise: DAX schließt mit deutlichem Minus
An den deutschen Börsen setzte am Mittwoch abermals ein kräftiger Kursrutsch ein. Nach zunächst moderaten Startverlusten, die durch die beschlossenen Maßnahmen zur Finanzmarktregulierung ausgelöst wurden, wurden die Verluste im Handelsverlauf massiv ausgebaut. Die BaFin hat ab heute ein Verbot von ungedeckten Leerverkäufen auf Staatsanleihen der Eurozone erlassen. Anleger machten sich damit weiterhin Sorgen um den Zustand der Eurozone. Auch in den USA soll es neue Regeln für den Börsenhandel geben, um einen erneuten Kursabrutsch wie in der ersten Maiwoche zu verhindern. Der Euro hatte auf die Nachrichten deutlich negativ reagiert und war auf ein neues Vierjahrestief gefallen, bevor er eine Berg- und Talfahrt aufs Parkett legte. Zusätzlich belastend wirkten sich Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel aus: In ihrer Regierungserklärung hatte die Politikerin die Euro-Krise als "existenziell‎" bezeichnet. Am Ende gingen die deutschen Börsen tiefrot aus dem Handel.

Auf Unternehmensseite rückte unter anderem der größte deutsche Billigflugkonzern Air Berlin in den Fokus, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal zwar ein Umsatzplus aber auch eine Ausweitung seines Nettoverlustes bekannt gab. Gute Nachrichten von der Bilanzfront kamen unterdessen aus den USA: Der Computerhersteller Hewlett-Packard konnte mit seinen Erstquartalszahlen die Markterwartungen schlagen.

Der DAX stieg mit einem Abschlag von 1,46 Prozent bei 6.091,85 Punkten in den Handel ein. Im weiteren Verlauf konnten die Verluste ein wenig reduziert werden, wurden am Vormittag aber kräftig ausgebaut. Der Leitindex rutschte 2,72 Prozent auf 5.988,67 Indexpunkte ab. Es gab keine Gewinner unter den Standardwerten, lediglich die Finanztitel, die vom Leerverkaufsverbot der BaFin betroffen sind, konnten ihre Verluste in Grenzen halten.

Der TecDAX verlor daneben zum Start 0,7 Prozent auf 763 Indexpunkte. Auch Techwerte notierten im Verlauf weiter im Minus und verabschiedeten sich mit einem Abschlag von 3,0 Prozent bei 745 Punkten aus dem Handel.

17:00 Uhr: Euro nach volatilem Handel fester
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat sich am Mittwoch stark volatil gezeigt und unterlag deutlichen Schwankungen. Nach einem Vierjahrestief am Morgen, das bei 1,2145 US-Dollar markiert wurde, kann sich die Währung derzeit stabilisieren und legt im Vortagesvergleich 1,29 Prozent auf 1,2331 US-Dollar zu. Weiterhin beherrscht die Schuldenkrise in Südeuropa den Devisenmarkt. Besorgte Aussagen von Kanzlerin Merkel zur Währung und das beschlossene Leerverkaufsverbot der BaFin trieb den Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn.

16:33 Uhr: US-Öllagerbestände füllen sich
Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte am Mittwoch für die Woche zum 14. Mai 2010 einen Anstieg der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 0,2 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Minus von 1,0 Millionen Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Minus von 0,3 Millionen Barrel ausgewiesen.

15:35 Uhr: US-Börsen knüpfen an Vortagesverluste an
Die US-Börsen setzen ihre schwache Entwicklung vom Dienstag fort und steigen auch in den Handel zur Wochenmitte mit Verlusten ein. Die Abschläge fallen aber deutlich moderater aus als noch am Tag zuvor. Weiterhin sind es Sorgen um die anstehenden Maßnahmen zur Finanzmarktregulierungen, die auch an der Wall Street auf die Stimmung drücken. Besonders die Tatsache, dass die BaFin am Vorabend mit einem überraschenden Leerverkaufsverbot vorgeprescht war, ohne dies mit anderen Ländern Europas abzustimmmen, kommt wenig gut in New York an. Die Anleger sind verunsichert, wie angeschlagen die Eurozone ist. Verstärkt wird die Besorgnis noch durch Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel, die die Europäische Gemeinschaftswährung in einer existenziellen Krise sieht.
Auf Unternehmensseite steht ein Nachzügler in Sachen Quartalsbilanzen im Fokus: Der Computerhersteller Hewlett-Packard kann auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Quartal zurückblicken und hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Auch DeereCo (John Deere) lag mit seinen Zahlen über den Markterwartungen.

Der Dow Jones gibt zum Handelsstart am Mittwoch 0,4 Prozent auf 10.474 Indexpunkte nach. Die Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls schwächer erwartet.

15:14 Uhr: Deere besser als erwartet
Der Landmaschinenhersteller DeereCo (John Deere) hat mit seiner Quartalsbilanz über den Erwartungen gelegen. Der Umsatz stieg von 6,75 auf 7,13 Milliarden Dollar, während der Überschuss von 472,3 auf 547,5 Millionen Dollar verbessert werden konnte. Das Unternehmen begründete die positive Entwicklung mit einer globalen Marktbelebung sowie den umgesetzten Restrukturierungen.

15:05 Uhr: Polo Ralph Lauren verdient deutlich mehr
Der US-Modekonzern Polo Ralph Lauren hat das erste Quartal mit einem kräftigen Gewinnsprung beendet. Während die Erlöse von 1,18 auf 1,29 Milliarden Dollar anzogen, verdoppelte sich der Nettogewinn von 44,5 auf 114,1 Millionen Dollar. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen.

Seite: 1234567

Kommentare zu diesem Artikel

wendelin schrieb:
20.05.2010 21:34:19

Und nun versucht die Politik einen Kursrutsch zu verhindern, indem sie die Finanzmärkte so bombardiert, damit sie danach nicht mehr weiter rutschen können. Wenn ich die Zahlen der letzten Tage anschaue, wünsche ich mir die erste Mai-Woche wieder zurück.

Aktionär schrieb:
20.05.2010 21:28:31

Wenn Merkel Wiedeking hieße, dann hätte sie eine Klage wegen Kursmanipulation am Hals. Politiker sollte man sein...

kha schrieb:
19.05.2010 18:00:52

Verzweiflung spricht aus Wort und Tat, genährt durch Unwissenheit und Selbstüberschätzung. Das hinterläßt Irritation und Unsicherheit, Gift für den Markt.

Hedgefondverbot schrieb:
19.05.2010 14:27:07

..anscheinend ist es gewollt, dass bald sehr viele weiter AGs platt sind. Ein Verbot von den zu stark gewordenen Hedgefonds wird nicht durchgesetzt !!! Beschämend, jeder der sagt diese hätten eine Daseinsberechtigung ist ein Idiot mit Absicht.

werner schrieb:
19.05.2010 11:05:35

Ja, genau!! Hahahaha, ich denke, dass die Kanzlerin auf einen starken EUR selbst spekuliert hat mit Ihrem Privatvermögen und deswegen jetzt alles so schlimm ist. Für Deutschland macht sie ja schon jahrelang nix mehr - lol

Seite: 12
 Kommentar hinzufügen 

Marktübersicht

  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Devisen
  • HotStuff
Indizes Vergleichscharts
DAX
TecDAX
Dow Jones
Nasdaq Comp.

ANZEIGE

Börsenöffnungszeiten

Frankfurt
XETRA
New York
London
Tokio
Wien
Zürich
Feiertage

Unternehmenszahlen

DatumUnternehmenEvent
19.05.10118000 AG
Hauptversammlung
19.05.10Aareal Bank AG
Hauptversammlung
19.05.10Advance Auto Parts Inc.
Quartalszahlen
19.05.10Air France-KLM
Quartalszahlen
19.05.10Applied Materials Inc.
Quartalszahlen
19.05.10Aruba Networks IncShs
Quartalszahlen
19.05.10Atevia AG
Hauptversammlung
19.05.10Autodesk Inc.
Quartalszahlen
19.05.10Baader Wertpapierhandelsbank AG
Quartalszahlen
19.05.10BEKO HOLDING AG
Quartalszahlen
19.05.10BJ`s Wholesale Club Inc.
Quartalszahlen
19.05.10Brady Corp.
Quartalszahlen
19.05.10Chico`s FAS Inc.
Quartalszahlen
19.05.10Commerzbank AG nach Kapitalherabsetzung
Hauptversammlung
19.05.10CompuGroup Medical AG
Hauptversammlung
19.05.10Crédit Agricole S.A. (Credit Agricole)
Hauptversammlung
19.05.10Deere & Co. (John Deere)
Quartalszahlen
19.05.10Eaton Vance Corp.
Quartalszahlen
19.05.10GfK SE
Hauptversammlung
19.05.10Grammer AG
Hauptversammlung
19.05.10Group Business Software AG
Quartalszahlen
19.05.10Hot Topic Inc.
Quartalszahlen
19.05.10IVU Traffic Technologies AG
Hauptversammlung
19.05.10KSB AG
Hauptversammlung
19.05.10Land Securities Group plc
Quartalszahlen
19.05.10Limited Brands Inc.
Quartalszahlen
19.05.10MOL Magyar Olaj-Es Gazipari Rt.
Quartalszahlen
19.05.10NorCom Information Technology AG
Quartalszahlen
19.05.10OHB AG
Hauptversammlung
19.05.10OHB AG
Quartalszahlen
19.05.10PAION AG
Hauptversammlung
19.05.10PNE WIND AG
Hauptversammlung
19.05.10R. Stahl AG
Quartalszahlen
19.05.10Renewable Energy Corporation ASA
Hauptversammlung
19.05.10Schoeller-Bleckmann
Quartalszahlen
19.05.10Sears Canada Inc
Quartalszahlen
19.05.10Sedo Holding AG
Hauptversammlung
19.05.10Solarparc AG
Hauptversammlung
19.05.10Statoil ASA
Hauptversammlung
19.05.10Target Corp.
Quartalszahlen
19.05.10Vossloh AG
Hauptversammlung
19.05.10Wirecard AG
Quartalszahlen

Wirtschaft

DatumWirtschaft
19.05.10
DE; Erwerbstätigkeit 1.Quartal
19.05.10
03:30: AU; Arbeitskosten März Quartal
19.05.10
07:00: JP; ESRI Frühindikator März
19.05.10
11:00: EU; Produktion Baugewerbe März
19.05.10
12:00: DE; ifo Weltwirtschaftsklima 2. Quartal
19.05.10
13:00: US; MBA Hypothekenanträge Woche
19.05.10
14:30: US; Verbraucherpreise April
19.05.10
14:30: US; Realeinkommen April
19.05.10
14:30: CA; Großhandelsumsatz März
19.05.10
16:30: US; EIA US-Öllagerbestände Woche
19.05.10
20:00: US; FOMC Sitzungsprotokoll

Börsenchronik - Was war am ... ?

Erfahren Sie hier, welche Ereignisse das Börsengeschehen an einem Handelstag Ihrer Wahl beeinflusst und wie sich die Märkte am jeweiligen Tag entwickelt haben. Wählen Sie ein Datum aus dem Kalender und Sie erhalten den zugehörigen Marktbericht unserer Rubrik "Heute im Fokus".