24.11.2012 10:04
Bewerten
(0)

Milliardengeschäft Teenie-Mode - Textilketten buhlen um Jugendliche

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Beat, der aus den Boxen hämmert ist schnell, die Beleuchtung spärlich, doch das stört die vorwiegend junge Kundschaft des "Hollister"-Stores  nicht. Ganz im Gegenteil. In langen Schlangen warten sie vor dem Laden in Frankfurts Shoppingcenter "My Zeil" auf Einlass. Bei Teenagern ist die Marke des US-Unternehmens Abercrombie & Fitch total angesagt. Der Laden ist optisch einer Strand-Hütte nachempfunden, eine Web-Cam liefert Live-Bilder vom Huntington Beach, dem Surfer-Mekka Kaliforniens. Und die Amerikaner sind nicht die einzigen, die jugendliche Käufer verstärkt ins Visier genommen haben. Unweit von "Hollister? buhlt "Neo", die Modemarke von Adidas, in grellen Farben um die Gunst der jugendlichen Kunden. Und nur ein paar Meter weiter hat "Bershka", die Teenie-Marke des spanischen Textilriesen Inditex, ihre Pforten aufgemacht.

 

    In vielen deutschen Innenstädten bietet sich derzeit ein ähnliches Bild: Modeläden, die sich einer jungen Käuferschicht verschrieben haben, schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden. Es geht um ein Milliardengeschäft. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts Iconkids & Youth geben die jungen Konsumenten in Deutschland pro Jahr 5,2 Milliarden Euro Taschengeld für Bekleidung, Modeartikel und Schmuck aus - und wahrscheinlich ist es sogar noch mehr, wenn man bedenkt, dass Jacken oder Jeans häufig von den Eltern bezahlt werden.           Besonders angesagt bei den jungen Käufern sind bislang vor allem die großen Mode-Flaggschiffe wie H&M oder Zara, die in fast jeder Einkaufsstraße zu finden sind. Relativ neu für den deutschen Markt ist aus Sicht  von Iconkids-Geschäftsführer Axel Dammler, dass für die jugendlichen Käufer mit Musik, Design oder auch Duft ganze Lebenswelten wie etwa bei "Hollister? kreiert werden - oder bei Adidas. "Erlebnisshopping? ist das Stichwort.     Ganz so pompös wie "Hollister? kommt "Neo? zwar nicht daher, aber auch Adidas setzt bei seiner noch jungen Teenie-Marke auf eigene Läden im jugendlichen Stil. "Neo" soll trendige Mode für 12- bis 19-Jährige anbieten. "Viele Kids identifizieren sich mit uns über ihren Sport. Wir wollen aber auch die Kollektionen liefern, die sie nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf dem Schulhof tragen", sagte Adidas-Sprecherin Katja Schreiber. Angefangen hat alles 2009 in China, dann kam Russland, seit diesem Jahr gibt es zehn Neo-Läden in Deutschland. Hinzu kommen 3.500 Verkaufsstellen über Handelspartner.     Um der jungen Kundschaft entgegenzukommen, sind die Neo-Modelle etwas günstiger als die übrige Adidas-Mode und die Kollektionen wechseln schneller. Für Analysten wie Chiara Battistini von JP Morgan sind Mode und Lifestyle mittelfristig einer der großen Wachstumstreiber für Adidas. Dass sich "Neo"auszahlt, glaubt man auch in Herzogenaurach. Der Konzern ist zuversichtlich, dass er den im vergangenen Jahr erwirtschafteten Umsatz der Marke von 500 Millionen Euro bis 2015 verdoppeln kann.

 

    Tatsächlich sind es vor allem große Textil-Multis wie Adidas, die im Rennen um die jugendliche Kundschaft vorne mitspielen. Und die drängen zunehmend aus dem Ausland auf den deutschen Markt. "Was trendige Mode angeht, ist Deutschland noch relativ unterentwickelt", beschreibt Isabel Cavill vom Handelsinformationsdienst Planet Retail das Potenzial des Marktes. Auch die wirtschaftlichen Rahmendaten stimmten. Die Konjunktur sei noch robust, die Arbeitslosigkeit, auch bei Jugendlichen relativ niedrig. "Das macht Deutschland für internationale Konzerne interessant".

 

    Neben Abercrombie & Fitch und der spanischen Inditex versucht derzeit etwa die Marke Primark ihr Glück in Deutschland. Mit niedrigen Preisen ist der irische Mode-Discounter gerade für Jugendliche interessant ist.  Hosen, Westen oder Jacken gibt es bei Primark für unter 20 Euro. Damit liegen die Iren voll im Taschengeld-Budget. Acht Filialen gibt es bereits, Branchenbeobachter trauen dem Unternehmen hierzulande langfristig 60 Filialen zu. Die Konkurrenz wächst, der Wettbewerb um junge Käufer wird immer härter./she/stb/fbr

 

    ---Simone Hett, dpa-afx --

 

 

Nachrichten zu adidas AG (spons. ADRs)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu adidas AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
Keine Analysen gefunden.
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

adidas Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX gibt nach -- EVOTEC-Aktie auf Höhenflug -- Wirecard erwartet starkes zweites Halbjahr -- Air Berlin spricht mit drei Interessenten -- Fed uneins über Zinserhöhung -- Vestas, Cisco im Fokus

Eurozone: Inflationsrate wie erwartet stabil. So viele Erwerbstätige wie noch nie - aber weniger Arbeit. Starkes Auslandsgeschäft treibt Sixt an. Apple will TV-Serien-Offensive starten. STADA-Übernahmefrist abgelaufen - Ergebnis bis Ende der Woche erwartet. Kingfisher-Umsätze bröckeln weiter ab. Goldman Sachs: Institutionelle Investoren können Bitcoin nicht länger ignorieren.

Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
KW 32: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 32: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Air Berlin plcAB1000
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Bitcoin Group SEA1TNV9
Lufthansa AG823212
Allianz840400
Siemens AG723610
K+S AGKSAG88
TeslaA1CX3T
Amazon906866