05.02.2013 09:35
Bewerten
 (0)

UBS tief im Minus - Stellenstreichungen und Libor-Skandal belasten

Milliardenverlust bei UBS
Die Schweizer Großbank UBS ist wegen des radikalen Konzernumbaus und des Skandals um die Libor-Manipulation tief in die roten Zahlen gerutscht.
Der Verlust fiel aber dank verschiedener Sondereffekte mit 2,5 Milliarden Franken nicht so hoch aus wie befürchtet. Der Deutsche Bank-Konkurrent kommt zudem beim Abbau von Risiken gut voran und hat daher trotz des Milliardenminus zu viel Geld. Die Bank will daher die Dividende um 50 Prozent auf 15 Rappen erhöhen und eigene Anleihen für bis zu fünf Milliarden Franken zurückkaufen.

    Der seit November 2011 amtierende Chef Sergio Ermotti sieht darin erste Früchte seines Kurswechsels. "Wir haben im vergangenen Jahr entscheidende Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie erzielt und sind aus einer Position der Stärke in das Jahr 2013 gestartet", sagte er. Der 52-jährige will gemeinsam mit dem Ex-Bundesbank-Präsidenten Axel Weber, der seit knapp einem Jahr den Verwaltungsrat der Bank leitet, die Schatten der Finanzkrise abschütteln.

 AKTIE IM MINUS - LICHT UND SCHATTEN

    Die Aktie der UBS schwankte zu Handelsbeginn stark auf und ab. Zwar lägen die Konzernzahlen über den Erwartungen, bei den Spartenergebnissen gebe es aber Licht und Schatten, hieß es von Analysten.

    Die UBS ist einer der größten Verlierer der Finanzkrise. Zwischen 2007 und 2009 häufte die Schweizer Bank Verluste von 29 Milliarden Franken an und musste vom Staat aufgefangen werden. Und auch in den Jahren danach sorgte vor allem das Investmentbanking immer wieder für Verluste und negative Schlagzeilen. So musste die Bank im September 2011 eingestehen, dass der Händler Kweku Adoboli durch nicht autorisierte Geschäfte einen Verlust von rund zwei Milliarden Dollar verursacht hat. Der damals amtierende Konzernchef Oswald Grübel musste deswegen seinen Hut nehmen.

 NEUES VERGÜTUNGSMODELL

   Ermotti und Weber hatten daher im Oktober 2012 angekündigt, das teure Investmentbanking drastisch einzudampfen und bis zu 10.000 weitere Stellen zu streichen. Die Zahl der Angestellten soll damit auf 54.000 sinken. 2007 hatte die UBS noch mehr als 83.000 Beschäftigte.

   Am Dienstag kündigte das Institut zudem ein neues Vergütungssystem an. Damit solle der Fokus zunehmend auf die mittel- und längerfristige Geschäftsentwicklung gesetzt werden. Für das abgeschlossene Jahr 2012 wurde der Bonus-Pool gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 2,5 Milliarden Franken verringert. Dies entspreche dem niedrigsten Stand seit Beginn der Finanzkrise und liege 42 Prozent unter dem Niveau von 2010, hieß es.

    Die Bank reagiert mit ihrem umfassenden Umbau auf die Folgen der Finanzkrise und die Verschärfung staatlicher Vorgaben. 2012 sorgten der Kurswechsel und die hohe Strafe von 1,4 Milliarden Franken für die Manipulation des Referenzzinses Libor wieder einmal für ein tiefes Loch in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Verlust summierte sich auf 2,5 Milliarden Franken (rund 2 Mrd Euro). 2011 hatte die UBS noch 4,1 Milliarden Franken verdient.

    ZÜRICH (dpa-AFX)

Bildquellen: Pincasso / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu UBS AG (N)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu UBS AG (N)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.01.2015UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
13.01.2015UBS overweightMorgan Stanley
13.01.2015UBS buyDeutsche Bank AG
12.01.2015UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.01.2015UBS NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
15.01.2015UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
13.01.2015UBS overweightMorgan Stanley
13.01.2015UBS buyDeutsche Bank AG
12.01.2015UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
07.01.2015UBS overweightBarclays Capital
08.01.2015UBS NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
05.11.2014UBS NeutralCredit Suisse Group
16.10.2014UBS HaltenIndependent Research GmbH
29.09.2014UBS HoldCommerzbank AG
15.09.2014UBS Equal weightBarclays Capital
05.11.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
29.07.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
26.08.2013UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
21.08.2013UBS verkaufenBankhaus Lampe KG
05.02.2013UBS verkaufenKepler Equities, Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für UBS AG (N) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr UBS AG (N) Analysen

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- US-Börsen im Rückwärtsgang -- Airbus verwarf System zur automatischen Pilotenkontrolle -- Tesla, IBM, Nemetschek im Fokus

Sondereffekte verhelfen Alno zu gutem operativen Ergebnis. Daimler sieht langen Zeitplan für autonomes Fahren. Airbus wechselt Chef von A400M-Programm aus. Jenoptik-Großaktionär verkauft Aktienpaket. Microsoft stellt neues Tablet Surface 3 vor. Weitere US-Kabel-Hochzeit: Charter Communications greift nach Bright House.
Was verdient man bei Apple?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Welcher Vorstandsvorsitzende verdiente 2014 am besten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Wissenswertes rund um die Investorenlegende

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

Die wundersame Welt von Google

mehr Top Rankings

Umfrage

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Gerüchte über eine baldige Entlassung von Finanzminister Gianis Varoufakis dementiert. Denken Sie, der umstrittene Politiker sollte sein Amt abgeben?