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18.02.2013 19:50

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CEO-Gattin erzielt Millionengewinn mit Beiersdorf-Aktien

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CEO-Gattin erzielt Millionengewinn mit Beiersdorf-Aktien
Mit dem Verkauf eines Beiersdorf-Aktienpakets hat die Ehefrau von Vorstandschef Stefan Heidenreich binnen 10 Monaten 1,8 Millionen Euro verdient, zugleich aber die Aktie unter Druck gesetzt.

Sie verlor am Nachmittag in der Spitze mehr als 3 Prozent. Ellen-Brigitta Heidenreich hatte die Papiere Anfang April 2012 gekauft, wenige Wochen bevor ihr Mann Ende April an die Spitze des vor allem durch die Marken Nivea und Tesa bekannten Konzerns gerückt war. Damals investierte sie rund 5 Millionen Euro. Jetzt bekam sie 6,8 Millionen Euro zurück, wie aus einer am frühen Nachmittag verbreiteten Directors-Dealings-Mitteilung hervorgeht.

   Am Markt wird ihr Schritt als wenig vertrauensfördernd für die Aktie gewertet. Da am 5. März das Jahresergebnis von Beiersdorf ansteht, könnte die Transaktion Sorgen wecken, sagt Analyst Thomas Maul von der DZ Bank. Noch fehlen die Zahlen zum operativen Ergebnis EBIT und die Prognose für 2013. Der Umsatz war um 7,2 Prozent auf 6,040 Milliarden Euro geklettert, wie das Hamburger Unternehmen bereits Ende Januar berichtet hatte. Möglicherweise könnten sich die Konsensschätzung für 2013 als zu optimistisch erweisen, warnt der Analyst.

   Ein Aktienhändler nannte Gewinnmitnahmen angesichts eines Kurszuwachses von rund 36 Prozent zwar plausibel. Zugleich spräche aber auch Skepsis über das weitere Kurspotenzial aus der Verkaufsentscheidung.

   Beim Timing hat Ellen-Brigitta Heidenreich also ein glückliches Händchen bewiesen. Auch ihrem Mann bescheinigen Analysten Geschick an der Konzernspitze. Seitdem er Ende April 2012 sein Amt übernommen hat, hat die Beiersdorf-Aktie die alten Rekordstände aus 2007 hinter sich gelassen und kontinuierlich neue Höchstmarken erreicht. Sie lag 2012 in der Spitzengruppe der DAX-Gewinner.

   Die 103.000 Aktien hatte sich Frau Heidenreich für rund 48,40 Euro je Stück ins Deport geholt. Beim Verkauf am 15. Februar waren diese 65,87 Euro wert und nur wenig entfernt von dem am Tag vorher erreichten Allzeithoch von 66,28 Euro. Der Kurs kam am Montag bereits kurz nach Verbreitung der Mitteilung unter Druck. Er sackte von 65,90 bis auf 63,83 Euro ab, ehe er sich bis Handelsschluss bei 64,30 Euro stabilisierte.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/smh/mod/kla

   (END) Dow Jones Newswires

   February 18, 2013 12:17 ET (17:17 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 17 PM EST 02-18-13

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Kommentare zu diesem Artikel

findanddecide schrieb:
19.02.2013 08:36:38

Das ist ja eine hübsche Insiderstory. Nur rund 3 Wochen vor Bekanntgabe des Jahresergebnisses verkauft die Ehefrau des Vorstandes ihre Aktien. das Ergebnis steht zu so einem Zeitpunkt schon fest. Gibt es bei BDF keine Blocked periods wie es andere AGs kennen? Nur unseriös.

Motzer schrieb:
18.02.2013 20:33:39

Wenn Frau Heidenreich Insider Informationen ausgenutzt hat, sollte rechtlich mit aller Härte gegen sie vorgegangen werden. Von einem glücklichen Händchen zu sprechen, ist eine unangemessene Beschönigung.

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