22.01.2013 08:20
Bewerten
(0)

Deutsche Bank vor US-Strafe wegen unerlaubter Stromhandelspraktiken

Millionenstrafe befürchtet: Deutsche Bank vor US-Strafe wegen unerlaubter Stromhandelspraktiken | Nachricht | finanzen.net
Millionenstrafe befürchtet
DRUCKEN
Der Deutschen Bank droht in den USA angeblich eine Strafe wegen unerlaubter Handelspraktiken auf dem kalifornischen Strommarkt.
1,5 Millionen US-Dollar soll das größte deutsche Geldhaus dafür berappen, dass eine Tochtergesellschaft im Jahr 2010 unrechtmäßig Gewinne an der kalifornischen Strombörse eingestrichen haben soll. Die mit der Angelegenheit vertrauten Personen rechnen möglicherweise noch am Dienstag mit der Verhängung der Strafe.

   Die zuständige Behörde versucht in einer größer angelegten Aktion, jenen Handelspraktiken einen Riegel vorzuschieben, die nach Aussage der Federal Energy Regulatory Commission den Manipulationsmethoden gleichen, die den kalifornischen Strommarkt vor mehr als einer Dekade an den Rande des Zusammenbruchs geführt haben.

   Die Stromaufseher seien zu dem Schluss gekommen, dass Mitarbeiter von Deutsche Bank Energy Trading betrügerische Praktiken angewandt hätten, um durch gezielte Stromzu- und -verkäufe den Eindruck von Überkapazitäten auf dem kalifornischen Strommarkt entstehen zu lassen. Die Händler hätten dann an den Prämien verdient, mit denen sie von den Regulierern dafür belohnt wurden, dass sie überschüssige Energiemengen aus dem Markt nahmen und damit die mutmaßlichen Engpässe beseitigten.

   Dies geht aus einer gerichtlichen Anordnung der Regulierungsbehörde vom September vergangenen Jahres hervor. Damals hatte die Federal Energy Regulatory Commission bereits angeregt, die Deutsche Bank mit einer 1,5-Millionen-Dollar-Strafe zu belegen. Außerdem sollte die Bank 123.000 Dollar an unrechtmäßig erwirtschafteten Gewinnen zurückgeben - plus Zinsen.

   Eine Sprecherin der Deutschen Bank wollte sich zu der angeblich drohenden Strafe nicht äußern, verwies aber darauf, dass die Bank sich von der kalifornischen Strombörse zurückgezogen habe. Eine der Bank nahe stehende Person sagte, die vier vormals in Houston ansässigen Händler, die für das Stromhandelsgeschäft zuständig gewesen seien, würden nicht mehr für die Deutsche Bank arbeiten, seit der deutsche Branchenprimus im vergangenen Herbst einige US-Aktivitäten aufgegeben habe.

   Neben der Deutschen Bank haben die Aufseher weitere Geldinstitute unter die Lupe genommen, darunter die britische Barclays und J.P. Morgan. Sie bestreiten, den Strommarkt manipuliert zu haben.

   Jon Wellinghoff, Chairman der Federal Energy Regulatory Commission, sagte, seine Behörde habe solche Handelsaktivitäten unter die Lupe genommen, die auffallend den Vorgängen ähnelten, die in den Jahren 2000 und 2001 maßgeblich für die Energiekrise in Kalifornien mitverantwortlich gewesen seien. Namen nannte Wellinghoff nicht.

   Sinnbildlich für die damalige Stromkrise steht der Name Enron. Der Energiehändler war im Dezember 2001 spektakulär unter einem milliardenschweren Schuldenberg zusammengebrochen. "Get Shorty," "Fat Boy" oder "Ricochet" hießen die denkwürdigen Handelspraktiken, mit denen der Energieriese damals auf dem noch recht frisch deregulierten kalifornischen Strommarkt absahnen wollte. Diese Praktiken trugen dazu bei, die Strompreise entlang der amerikanischen Westküste im Jahr 2000 in schwindelerregende Höhen zu treiben und die größte Energiekrise in der kalifornischen Geschichte deutlich zu verschärfen.

   Wellinghoff betonte, dieses Mal würden die Regulierer eingreifen und den Akteuren das Handwerk legen, bevor sie dem Strommarkt größeren Schaden zufügen könnten.

Dow Jones Newswires,  Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 09 AM EST 01-22-13

Bildquellen: Deutsche Bank AG
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.12.2017Deutsche Bank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.12.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
13.12.2017Deutsche Bank Equal-WeightMorgan Stanley
13.12.2017Deutsche Bank buyHSBC
11.12.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
13.12.2017Deutsche Bank buyHSBC
07.12.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
06.12.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
16.11.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
14.11.2017Deutsche Bank buyHSBC
15.12.2017Deutsche Bank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.12.2017Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
13.12.2017Deutsche Bank Equal-WeightMorgan Stanley
11.12.2017Deutsche Bank NeutralUBS AG
08.12.2017Deutsche Bank Sector PerformRBC Capital Markets
06.12.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
21.11.2017Deutsche Bank SellCitigroup Corp.
20.11.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
16.11.2017Deutsche Bank UnderperformMacquarie Research
27.10.2017Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Melden Sie sich jetzt an!

Gold, Öl und Industriemetalle erleben ein Comeback: Kupfer legte beispielsweise seit Jahresbeginn über 20 Prozent zu. Welche Einstiegschancen sich nun ergeben, erfahren Sie im Online-Seminar am 19. Dezember.
Hier zum Rohstoff-Webinar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Charttechnischer Ausblick auf die Finanzmärkte 2018

Nicht verpassen: Am 4. Januar Live-Webinar mit einer Analyse der langfristigen Chartbildern von Zinsen, EUR/USD, Rohstoffen und Aktien. Exklusiv für den Börse Stuttgart Anlegerclub.
Kostenfrei registrieren und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX geht grün ins Wochenende -- Wall Street schließt im Plus -- Bitcoin: Neues Rekordhoch -- H&M-Aktie stürzt ab -- Airbus-Konzernchef Enders geht 2019 -- Oracle, HelloFresh, Merck KGaA, VW im Fokus

Luxemburg klagt gegen EU-Steuernachforderung an Amazon. EU strebt schnelle Fortschritte bei Bankenunion und ESM an. Tui verstärkt sich im Kreuzfahrtgeschäft. Ryanair wirft bei Fluggesellschaft Niki Hut in den Ring. Ripple marschiert auf Platz drei der größten Kryptowährungen. Steinhoff bekommt Hilfe von Tochter Steinhoff Africa Retail. Gemalto offenbar doch bereit zu Übernahmegesprächen mit Atos. CropEnergies verdient im dritten Quartal weniger.

Top-Rankings

KW 49: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 49: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Weihnachtsgeld 2017
Wer bekommt wo wieviel?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Neuer Platz Eins
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Renteneintrittsalter
Hier arbeiten die Menschen am längsten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
mehr Top Rankings

Umfrage

Kommt die Jahresendrally des DAX noch?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Steinhoff International N.V.A14XB9
BMW AG519000
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Amazon906866
EVOTEC AG566480
adidas AGA1EWWW
RWE AG St.703712
Deutsche Telekom AG555750