BOCHUM (dpa-AFX) - NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat eine Offensive für das Bochumer Opel-Werk gefordert. Opel in Bochum solle nicht in der Defensive verharren, sondern die Vorteile des Standortes deutlich machen, sagte sie vor einer Belegschaftsversammlung am Montagmorgen. "Bochum verfügt über hochmotivierte, hochqualifizierte Mitarbeiter und ein hervorragendes Netzwerk im Automotivebereich. (...) Es geht darum, zu sehen, wo sind neue Perspektiven. Letztlich sind wir auch eine der Regionen, in der sehr viele Opel verkauft werden." Bei Opel in Bochum sind gut 3.200 Menschen beschäftigt.
Der Bochumer Betriebsrat verlangt eine Zusage, dass der Familienvan "Zafira" für die gesamte Laufzeit des Modells im Bochumer Werk produziert wird. Hintergrund sind immer größer werdende Sorgen in der Belegschaft. Weil der "Astra" von 2015 an nur noch im Ausland gefertigt werden soll, werden Verlagerungen der Zafira-Produktion nach Rüsselsheim befürchtet.
Opel betonte bereits im Vorfeld der Belegschaftsversammlung, dass man zu allen bisherigen Zusagen wie dem Standortsicherungs-Vertrag stehe. Demnach sind bis Ende 2014 keine Werksschließungen und keine betriebsbedingten Kündigungen möglich. Allerdings gibt es nach dpa-Informationen noch keine Entscheidung darüber, wie die Zukunft des Werks in Bochum nach 2014 aussehen wird./rs/DP/enl