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Tokio 07.02.2012 (www.emfis.de) Ende des Jahres wird das niederländische Mitsubishi-Werk in Bon den Betrieb einstellen: Der japanische Autobauer zieht sich endgültig aus Europa zurück.
Mitsubishi Motors reagiert damit auf die wachsenden Überkapazitäten in Europa, die aus der mäßigen Nachfrage resultieren. Im niederländischen Bon befindet das einzige europäische Werk des japanischen Autobauers, das im letzten Jahr nur noch auf halber Kapazitätsauslastung lief. Zuletzt wurden dort das Kompaktmodell Colt und der SUV Outlander hergestellt. Mitsubishi will den europäischen Markt künftig von Thailand und Japan aus beliefern.
Das Werk soll allerdings nicht mit sofortiger Wirkung stillgelegt werden. Mitsubishi wird mit der niederländischen Regierung über die Optionen zur Aufrechterhaltung des Betriebs beraten. Das Unternehmen hat bereits angeboten, die Produktionsstätte mit 1500 Angestellten gegebenenfalls für einen symbolischen Euro an eine dritte Partei zu verkaufen.
Emerging Markets im Fokus
Obwohl Japans Autobauer ihre Produktionsstätten zunehmend ins Ausland verlegen, um die negativen Auswirkungen des starken
Yen zu begrenzen, gilt Europa als ausgesprochen schwieriger Markt. Seit 2007 sind die Verkäufe gesunken. PricewaterhouseCoopers rechnet damit, dass der Absatz in diesem Jahr das fünfte Mal in Folge auf 13 Millionen Fahrzeuge zurückgehen wird.
Branchenkenner gehen davon aus, dass sich das Unternehmen künftig verstärkt auf die Absatzmärkte in den Schwellenländern konzentrieren will. Insbesondere der wachsende Absatz in Asien soll laut Mitsubishi dazu beitragen, dass das Unternehmen seinen Nettogewinn im laufenden Geschäftsjahr per März 2012 voraussichtlich um 28 Prozent auf 20 Milliarden Yen (261 Millionen US-Dollar) steigern wird.