03.01.2013 11:02
Bewerten
 (0)

Mittelstandsbarometer: Stimmung hellt sich auf

    FRANKFURT/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich auf. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen haben im Dezember 2012 trotz leicht nachlassender Wirtschaftsleistung sehr stark zugelegt, wie die staatliche KfW-Bankengruppe und das Forschungsinstitut Ifo am Donnerstag in Frankfurt aus ihrer regelmäßigen Umfrage berichteten. Auch die Einschätzung der aktuellen Lage habe bei den kleinen und mittleren Betrieben nicht gelitten. Das Dreieinhalbjahrestief aus dem September sei damit längst wieder ausgeglichen. Die für das zweite Quartal 2013 prognostizierte konjunkturelle Erholung zeichne sich immer klarer ab.

 

    Die Großunternehmen erwarten laut dem Barometer wieder bessere Geschäfte in der Zukunft, zeigten sich aber aktuell noch unzufrieden. Das gesamte Geschäftsklima war damit leicht schlechter als bei konjunktureller Normallage, aber mit einem deutlichen Trend nach oben. Die etwas bessere Stimmung in der sehr stark exportorientierten Großindustrie deute darauf hin, dass sich die internationale Nachfrage wieder belebe, folgerten die Autoren.

 

    "Die deutschen Unternehmen - Mittelständler wie Großunternehmen - blicken bereits über die aktuelle Schwächephase hinweg und erwarten eine Erholung im Frühjahr", resümierte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Wegen des schwachen Starts sei 2013 nur ein Wachstum von knapp 1 Prozent drin. Erst 2014 könne es wieder deutlich mehr werden.

 

    Ähnlich äußerten sich Wissenschaftler: Der hohe Beschäftigungsstand, geringere Rentenbeiträge und der Wegfall der Praxisgebühr stärkten den privaten Konsum und stabilisierten so die schwächelnde Konjunktur. "An einer Rezession schrammt Deutschland sehr wahrscheinlich vorbei", sagte Joachim Scheide vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), der "Rheinischen Post" (Donnerstag).

 

    Auch Torsten Schmidt, Konjunkturexperte am Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsforschungsinstitut (RWI) in Essen, erwartet trotz der schon spürbaren Abkühlung im Winterhalbjahr kein Abrutschen in eine Rezession. "Spätestens im Frühjahr wird es wieder leicht aufwärts gehen. Dazu tragen neben einem noch robusten Konsum auch die Exporte bei", sagte Schmidt der Zeitung./ceb/DP/jkr

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt leicht im Minus -- Dow schließt nach Fed-Zinsentscheid deutlich stärker -- Russische Regierung verkauft Devisen wegen Rubelverfall -- Samsung, Philips, Fed-Sitzung im Fokus

Fed stimmt Märkte auf kommende Zinserhöhung ein. Präsidentenwahl in Griechenland geht in die zweite Runde. Blackberry will mit dem 'Classic' alte Fans zurückgewinnen. Coeure: Breiter Konsens im EZB-Rat für zusätzliche Maßnahmen. Commerzbank fällt wegen Russland-Sorgen ans DAX-Ende. Obama unterzeichnet Haushalt.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?