22.01.2013 06:24
Bewerten
 (0)

EADS-Chef Enders will sich bei Europa mit Jobs bedanken

Möglichkeiten für Talente
EADS-Chef Tom Enders hat eine Offensive bei der Qualifizierung und Entwicklung junger Mitarbeiter angekündigt.
"Europa wurde gebaut auf dem Versprechen von Kooperation und Wohlstand", sagte der Vorstandsvorsitzende des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns am Montagabend in Paris. Das habe dem Unternehmen sehr genutzt. "Nun hat EADS eine Chance, Europa mit Jobs, Wachstum und Sicherheit zu helfen."

     Innovation in Produktion und Entwicklung seien für EADS lebensnotwendig, sagte Enders. Dies müsse auch unabhängig von ökonomischen Rückschlägen erledigt werden. Auch nach Lösung des Finanzstreits in den USA und Abwendung eines Zusammenbruchs des Euro-Raumes sei man auf beiden Seiten des Atlantiks noch weit entfernt von sicherem Grund. Hinzu käme die politische Unsicherheit in viele Teilen der Erde.

   Junge Leute müssten begeistert werden für die Möglichkeiten neuer industrieller und wirtschaftlicher Horizonte. Sie sollten den Schlüssel in der Hand haben für ökonomischen Wandel und ein stärkeres, vereintes Europa. "In der Realität erleben zu viele von ihnen Enttäuschungen." Als Beispiel nannte der Konzernchef "nicht akzeptable Arbeitslosenraten" bei Jugendlichen von teils mehr als 50 Prozent.

    EADS entwickele derzeit Strategien, was der Konzern in diesem Bereich tun könne. "Wir können nur wenig machen", räumte Enders ein, "aber wir können etwas machen, um gegen die Arbeitslosenrate zu kämpfen, besonders in solchen Ländern", sagte er mit Blick auf Spanien und Frankreich. "Es wird keine anhaltende Innovation geben ohne einen motivierten ausgebildeten Pool von jungen Talenten", warnte der Konzernchef.

    EADS habe in den vergangenen fünf Jahren 40 000 Leute durch neue Jobs und Wiederbesetzungen eingestellt. "Wir haben internationales Wachstum genutzt, um unsere Wurzeln in Europa zu verstärken." Neue Produktionsstätten in China, Indien, Brasilien und den USA stützten eben auch Mitarbeiter in Europa. Globalisierung schaffe Arbeitsplätze in Europa. Dies gebe große Möglichkeiten für hart arbeitende, talentierte junge Leute. Enders fügte hinzu: "In Zeiten der Krise können wir da noch mehr machen."

  Die Geschichte habe gezeigt, dass bei einer Entscheidung für Zusammenarbeit dies niemand besser könne als Deutschland und Frankreich. Dabei gehe es nicht um die Zukunft der EU oder der transatlantischen Partnerschaft. "Es geht darum abzustecken, wo wir Europa in der neuen Welt sehen."

 Notwendig sei nun, gemeinsam die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Enders mahnte dafür Reformen nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland an. Bei Einwanderung und Energie sei eine gemeinsam Politik genauso notwendig wie bei Forschung, Entwicklung und Erziehung. "Das braucht jeweils eine Generation, aber wir haben keine Zeit mehr dafür", sagte Enders. EADS werde nun entsprechende Gespräche mit Einzelregierungen und Europäischer Union führen.

    PARIS (dpa-AFX)

Bildquellen: Maxene Huiyu / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Airbus Group (ehemals EADS)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Airbus Group (ehemals EADS)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) kaufenDZ-Bank AG
17.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) OutperformBNP PARIBAS
15.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) buySociété Générale Group S.A. (SG)
12.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
12.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) buyCommerzbank AG
17.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) kaufenDZ-Bank AG
17.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) OutperformBNP PARIBAS
15.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) buySociété Générale Group S.A. (SG)
12.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
12.12.2014Airbus Group (ehemals EADS) buyCommerzbank AG
18.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) UnderperformCredit Suisse Group
22.01.2013EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
11.10.2011EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
17.08.2011EADS underperformCredit Suisse Group
24.05.2011EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus Group (ehemals EADS) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Airbus Group (ehemals EADS) Analysen
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt leicht im Minus -- Dow schließt nach Fed-Zinsentscheid deutlich stärker -- Russische Regierung verkauft Devisen wegen Rubelverfall -- Samsung, Philips, Fed-Sitzung im Fokus

Fed stimmt Märkte auf kommende Zinserhöhung ein. Präsidentenwahl in Griechenland geht in die zweite Runde. Blackberry will mit dem 'Classic' alte Fans zurückgewinnen. Coeure: Breiter Konsens im EZB-Rat für zusätzliche Maßnahmen. Commerzbank fällt wegen Russland-Sorgen ans DAX-Ende. Obama unterzeichnet Haushalt.
Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?