Monti will Italien mit Reformfahrplan in der Spur halten - Kreise
Von Stacy Meichtry
ROM--Der italienische Ministerpräsident Mario Monti will, dass sein Land auch nach den Parlamentswahlen im neuen Jahr nicht vom Reformkurs abkommt. Laut Vertrauten aus der Umgebung Montis arbeitet sein Büro an einem Fahrplan für mehr Wettbewerbsfähigkeit und eine engere Bindung Italiens an die Eurozone. Dieser Schachzug lässt darauf schließen, dass Monti weiterhin eine Rolle in der italienischen Politik spielen will, auch wenn noch nicht sicher ist, dass er bei den für Februar geplanten Wahlen kandidieren wird. Eine Sprecherin von Monti dementierte am Mittwoch, das er die Gründung einer neuen politischen Partei plane.
Monti soll in dieser Woche in privaten Gesprächen mit Politikern ausgelotet haben, ob er nicht an der Spitze einer eigenen Partei in den Wahlkampf ziehen könnte. Dieser Partei würden nach Angaben aus Kreisen auch Mitglieder seines jetzigen Expertenkabinetts angehören. In der vergangenen Woche hatten ihn Mitte-Rechts-Politiker aufgefordert, bei den Wahlen für das Amt des Ministerpräsidenten zu kandidieren.
Konkurrenz bekommt er von seinem Amtsvorgänger Silvio Berlusconi, der sich überraschend zurückgemeldet hat und noch einmal in den Ring steigen könnte. Der Skandalpremier versucht die Italiener auf seine Seite zu ziehen, indem er die Steuererhöhungen Montis geißelt und seine Europapolitik ablehnt. Für Berlusconi nimmt der Regierungschef eine zu devote Rolle gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. Monti will verhindern, dass Berlusconi noch einmal die Geschicke des Landes in seine Hände bekommt.
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December 20, 2012 03:12 ET (08:12 GMT)
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