20.08.2012 10:27
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Ende der Schuldenkrise in Italien für Monti in Sicht

Monti zuversichtlich
Nach seiner Regierungsübernahme im November vergangenen Jahres sieht Ministerpräsident Mario Monti Italien bei der Überwindung der Schuldenkrise auf einem guten Weg.
Im vorigen Jahr sei die wirtschaftliche Lage schlechter gewesen, erklärte Monti nach Angaben der Agentur dapd am Sonntag vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften in Rimini. Der Moment rücke näher, in dem das Land das Tief hinter sich lasse. Einen Zeitrahmen nannte er nicht.

   Italien gehe es dank des Reformkurses besser. Das Land habe "mehr Respekt, Glaubwürdigkeit und sogar Einfluss" in Europa erlangt. Dass das Parlament die Umbaumaßnahmen verabschiedete, bezeichnete er als Wunder einer Zusammenarbeit von Mitte-links- und Mitte-rechts-Parteien. "Ich arbeite täglich, um die Krise in den Griff zu bekommen", sagte Monti. "Doch sind wir wirklich in einer Krise? Vor einem Jahr waren wir weniger dieser Ansicht, obwohl wir es vielleicht mehr waren."

   Monti beklagte zugleich, die Jugend zahle mit schlechten Berufsaussichten einen hohen Preis, weil die Politik harten Einschnitten im Arbeitsmarkt jahrelang ausgewichen sei. Zu einem drohenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone sagte Monti, es wäre "eine Tragödie, wenn (der Euro) wegen unserer Unzulänglichkeiten zu einem Faktor der Desintegration würde" und die Vorurteile des Nordens gegen den Süden Europas wiederauflebten und vice versa.

   Der frühere EU-Kommissar und Wirtschaftsfachmann Monti war im November an die Spitze der Regierung bestellt worden, um Italien aus der Krise führen. Seinen Vorgänger Silvio Berlusconi hatten Finanzturbulenzen und der Druck der Märkte in die Knie gezwungen. Monti hat mehrfach angekündigt, bei den im Frühjahr anstehenden Neuwahlen nicht antreten zu wollen.

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