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Tokio 20.01.2012 (www.emfis.de) Zwei Wochen vor den Quartalsberichten von Sony und Panasonic hat Moody's Investors Services das Kreditrating beider Unternehmen um jeweils eine Stufe gesenkt. Vor allem die anhaltenden Verluste aus dem Geschäft mit TV-Geräten belasten die japanischen Elektronikgiganten...
Die Langzeit-Bonität von Sony wurde jetzt auf "Baa1" herabgestuft, das drittniedrigste Rating, das Moody's vergibt. Zudem wurde der Ausblick für den Konzern als negativ bewertet. Obwohl sich das Unternehmen aus der Kooperation mit Samsung bei der Herstellung von Bildschirmpanels zurückgezogen hat, bestehe Ungewissheit darüber, ob Sony die Gewinne und den Cashflow wieder auf Vordermann bringen kann.
Bereits im Dezember hatte auch die Ratingagentur Fitch den Elektronikkonzern herabgestuft. Derzeit rangiert Sony dort nur einen Level über dem Ramschstatus. Für das laufende Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Sony mit einem Verlust von 90 Milliarden
Yen (1,2 Milliarden US-Dollar). In der TV-Sparte soll sich der Fehlbetrag sogar auf 175 Milliarden Yen belaufen. Im nächsten Jahr will Sony den Verlust in diesem Segment allerdings halbieren und im darauffolgenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben.
Auch Ausblick von Panasonic negativ
Panasonic rangiert nach dem Downgrade immerhin noch auf "A2". Auch in diesem Fall stufte Moody's den Ausblick als negativ ein. Ausschlaggebend dafür war das schwache Finanzprofil, seitdem Panasonic im April Anteile von Panasonic Electric Works und Sanyo Electric übernommen hat. Im vergangenen Geschäftsjahr per März 2011 waren die Nettoschulden auf etwa 550 Milliarden Yen angestiegen. Ein Jahr zuvor hatten die Schulden lediglich etwa 100 Milliarden Yen ausgemacht.
Neben dem schwächelnden TV-Geschäft belastet zudem das Halbleitersegment die Bilanz von Panasonic. Auch die Gewinne bei Sanyo lassen nach wie vor zu wünschen übrig. Im Oktober hatte Panasonic für das laufende Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 420 Milliarden Yen in Aussicht gestellt.
Sony wird den neuen Quartalsbericht am 2. Februar veröffentlichen. Einen Tag später folgt Panasonic. Analysten rechnen damit, dass beide Unternehmen für das Dezemberquartal schwache Zahlen vorlegen werden. Zu den negativen Einflüssen zählen derzeit der starke Yen, die Flutkatastrophe in Thailand und die schwache Nachfrage aufgrund der europäischen Schuldenkrise.