01.10.2012 17:59
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Moody's warnt Versicherer vor Zuspitzung der Staatsschuldenkrise

   Den Versicherungskonzernen in Europa droht die Staatsschuldenkrise in der Heimat zum Verhängnis zu werden. Die Ratingagentur Moody's warnte davor, dass sich eine Ausweitung der Eurokrise negativ auf die Kreditqualität der Versicherungskonzerne auswirken könnte. Das Geschäft der Versicherer sei mit der Entwicklung der Heimatländer eng verknüpft.

   Insbesondere über ihre Geldanlagen könnten die Versicherer mit in die Krise gezogen werden. Die Kundengelder würden oft in Staatsanleihen des Heimatlandes investiert, und auch mit den Banken seien die Assekuranzen verwoben. In den Krisenländern sinke zudem die Nachfrage nach Sparprodukten, die Kosten könnten steigen und die Versicherungsnehmer ihr Verhalten ändern, warnte Moody's.

   Mit Blick auf einzelne Risiken sieht die Ratingagentur einen möglichen, erneuten Zahlungsausfall Griechenlands als kein großes Problem an. Die Versicherungskonzerne seien kaum noch in dem Land engagiert, so dass ein Zahlungsausfall Griechenlands keine Auswirkung auf die Bonität der Versicherer hätte. Kritischer wäre es, wenn Italien oder Spanien weiter heruntergestuft würden. Dies würde sich sofort negativ auf die Assekuranzen in den beiden Ländern auswirken. Auch weitere Versicherer mit größerem Engagement in der Region wären dann betroffen.

   Mit Blick auf den stabileren Norden Europas glaubt Moody's nicht daran, dass eine moderate Herunterstufung von Ländern wie Deutschland, Finnland oder die Niederlande sofort negative Effekte auf die Bewertung der Versicherungen hätte. Sollte die Bonität der Länder aber Richtung einer Bewertung mit A fallen, so müssten auch viele Versicherungskonzerne eine Herunterstufung fürchten.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/jhe/bam

   (END) Dow Jones Newswires

   October 01, 2012 11:28 ET (15:28 GMT)

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