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21.11.2010 10:10

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NEBENWERTE-BERICHT

Warum die Rally bei den Nebenwerten weitergeht

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Warum die Rally bei den Nebenwerten weitergeht
Am vergangenen Dienstag sah es einen Augenblick so aus, als könnte der seit Wochen anhaltenden Rally bei den Nebenwerten die Puste ausgehen.

Es gab kräftige Verluste in allen Nebenwertesegmenten. Analysten verwiesen auf die Schuldenkrise und die bevorstehende Abkühlung der chinesischen Wirtschaft. Gegen Ende der Woche kamen SDAX und MDAX jedoch wieder zurück.

Bei vielen unterbewerteten Small-Caps stehen die Zeichen weiterhin auf steigende Kurse. Von einem Absturz kann also vorerst keine Rede sein. finanzen.net hat sich fünf Top-Performer angeschaut.

Plan Optik

Vor zwei Wochen setzte bei der Aktie des Waferspezialisten eine Kursrally ein, in der sowohl die 38- als auch die 200-Tage-Linie bei 3,54 Euro überwunden werden könnten. Nun steht der Kurs vor einem markanten Widerstand bei rund 3,90/4,00 Euro, der nicht so leicht zu knacken sein sollte. Zudem zeigt auch die kurzfristige Markttechnik erste Verschleißerscheinungen, da die kurzfristigen Trading-Indikatoren in ihre oberen Extremzonen vorgedrungen sind. So sollte zunächst eine Verschnaufpause auf der Agenda stehen, in der mit hoher Wahrscheinlichkeit die 200-Tage-Linie noch einmal eine Rolle spielen sollte. Bei einem Bruch nach unten liegt das nächste sinnvolle Unterstützungslevel bei etwa 3,20 Euro. Im Anschluss ist von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends auszugehen. Auch viele Analysten rechnen angesichts der verbesserten Wachstumsaussichten und der reduzierten Wechselkursrisiken auf mittlere Sicht mit einem deutlichen Anstieg der Notierung. Schon für 2011 könnte ein 6er-KGV drin sein!

Carl Zeiss Meditec

Die Papiere von Carl Zeiss Meditec sind am vergangenen Dienstag mit einem Gewinnsprung in den Handel gestartet und haben bis zum Mittag um 4,33 Prozent auf 12,53 Euro zulegt. Damit kletterten sie an die Spitze des TecDAX. Der Jenaer Medizintechnik-Anbieter hatte am Morgen überraschend Zahlen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2009/10 vorgelegt und darin deutliche Gewinn- und Umsatzzuwächse ausgewiesen. Nachdem der Titel zwischen Ende Oktober und Anfang November auf hohem Niveau seitwärts konsolidierte und nicht über die 12,60er Euro-Marke ansteigen konnte, kam es hiernach zu einem Kursrückschlag bis auf 12,00 Euro. Dieses Preislevel war für viele Investoren jedoch so verlockend, dass hier ein starker Nachfrageüberhang auszumachen war. Im Ergebnis schnellte der Kurs wieder nach oben und konnte in der abgelaufenen Handelswoche dann sogar die Barriere bei 12,90 Euro nach oben überwinden. Damit rückt das Bewegungshoch bei 13,19 Euro vom Februar dieses Jahres wieder in den Fokus. Auf diesem Niveau wird es der Titel erst einmal schwer haben, denn dort summieren sich eine Reihe von Reaktionsmarken, die sich seit 2005 bis 2007 gebildet haben.

Westag & Getalit St.

Im Aufwärtstrend kletterte die Aktie zwischen März 2009 bis August 2010 unbeirrt gen Norden, wurde dann jedoch vom massiven Widerstand bei 19 Euro, der sich aus 2007 und 2008 speist, ausgebremst. Seitdem geht es auf hohem Niveau seitwärts. Abwärtsdynamik würde erst entstehen, sobald die Unterstützung bei 17,07 Euro signifikant nach unten verletzt würde. Dies beträfe dann auch die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 17,16 Euro notiert. Bei einem Bruch würde sich ein rechnerisches Abschlagpotential bis auf 15,50 Euro ableiten. Ein Abstieg über den eingangs erwähnten Widerstand eröffnet hingegen weitere Kursgewinne zunächst bis auf 20,50 Euro.

Jost

Der Kanzleivermittler ist nach wie vor günstig bewertet. Zudem wurde für 2010 eine Dividende je Papier von 0,80 Euro in Aussicht gestellt, was einer Rendite von 7,5 Prozent entspricht. Der marktenge Titel haussiert seit Ende Juli. Seitdem legte er knapp 50 Prozent zu. Seit Anfang November wird aber immer klarer, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen – der Aufwärtstrend kam ins Stocken. Zudem zeigen die Indikatoren die Fortsetzung der Konsolidierung an, die sich gut und gerne bis in die Region bei 9,50 Euro ausdehnen kann, ohne dem aussichtsreichen Gesamtbild zu schaden.

Actelion

Das Schweizer Biotechnologie-Unternehmen Actelion profitiert derzeit von Gerüchten, dass der Mitbewerber Amgen eine Offerte zur Übernahme von Actelion prüfe. Händlern zufolge haben sich die Spekulationen nun konkretisiert: Die Amerikaner werden am Wochenende ein Gebot von 69 CHF je Aktie vorlegen, hieß es. Die Aktie legte seit den Sommermonaten eine furiose Kursrally hin, die kurzzeitig von einem starken Einbruch im Oktober unterbrochen wurde. Der nächste Widerstand ist nun nicht mehr weit. Auszumachen sind die Bereiche bei 43 und 44 Euro, die sich aus den Bewegungshochs aus 2009 speisen und gleichzeitig das Allzeithoch darstellen. Gelingt hier ein Ausbruch nach oben, so stehen keine charttechnischen Hindernisse mehr im Weg. Ein Abprall nach unten würde den Test der Unterstützungen bei 35 Euro und nachfolgend 30 Euro nach sich ziehen.

Die derzeit am meisten gesuchten Werte auf finanzen.net sind Daimler, BASF, Deutsche Bank, Commerzbank.

(ben)

Bildquellen: Julian Mezger

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