FRANKFURT (Dow Jones)--Die Nordeuropäische Erdgasleitung NEL wird sich voraussichtlich um ein Jahr verzögern. Dies teilte E.ON Ruhrgas mit, die an der Pipeline beteiligt ist. Die NEL soll Gas, das über die neue Nordseepipeline Nord Stream aus Russland Richtung Westen fließt, weiter nach Deutschland transportieren.
Die Verzögerung ergebe sich aus Beschwerden der Bürger, sagte ein Sprecher von E.ON Ruhrgas. In einem Eilverfahren hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) im Sommer 2011 den Beschwerden der Bürger Recht gegeben, die sich gegen den Verlauf der sogenannten Nord-Trasse gesperrt hatten. Das Hauptverfahren könne noch mehrere Jahre dauern, so der Sprecher.
Daher werde nun eine weitere Variante, die Süd-Trasse verfolgt. Sie werde am Dienstag und Mittwoch den Bürgern in der Region vorgestellt. Im März soll dann ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, der Beschluss könnte im Herbst 2012 vorliegen. "Das wird uns nun das ganze Jahr beschäftigen", sagte der Sprecher weiter. Sollten die Bürger auch gegen die Südtrasse klagen, dann könnten sie dies erst nach dem Planfeststellungsbeschluss tun. "Dann müssten wir sehen, was passiert", fügte er hinzu.
Ursprünglich sollte der Bau der NEL schon im Herbst 2012 beendet sein. Die Erdgasleitung NEL, mit einer geplanten Kapazität von über 20 Milliarden Kubikmetern pro Jahr, soll vom Anlandepunkt der Ostseepipeline Nord Stream in Lubmin bei Greifswald über eine Länge von rund 440 Kilometer an Schwerin und Hamburg vorbei bis nach Rehden südlich von Bremen führen. Die Investitionssumme liegt bei 1 Milliarde Euro. Beteiligt sind außer der E.ON Ruhrgas noch Wingas, der niederländisch-deutsche Gasnetzbetreiber Gasunie und der belgischen Netzbetreiber Fluxys.
-Von Julia Mengewein,
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February 14, 2012 12:35 ET (17:35 GMT)
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