NEW YORK (Dow Jones)--Nachdem der geplante Zusammenschluss mit der Deutschen Börse am Veto der EU-Wettbewerbshüter gescheitert ist, wird die NYSE Euronext nun möglicherweise auf eigene Faust eine Clearingstelle in Europa aufbauen. Zudem will sich der New Yorker Börsenbetreiber nach Möglichkeiten zur Ergänzung seiner Technologiesparte umsehen, sagte NYSE-CEO Duncan Niederauer.
Das aus Sicht der beiden Börsenbetreiber fehlerhafte Urteil der EU will die NYSE Euronext nun zunächst im Detail prüfen. Im Anschluss werde über eine mögliche Berufung entschieden, sagte der Manager.
Die Europäische Kommission war zu der Einschätzung gelangt, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb erheblich behindert hätte. Die Einwände der Börsen, dass der europäische Markt beim börsengebundenen Derivatehandel global und einschließlich des außerbörslichen Handels betrachtet werden müsse, stießen bei der EU auf taube Ohren.
Anstelle von Mega-Deals würden an den Börsen künftig kleinere Partnerschaften angestrebt werden, erwartet Niederauer. Biete sich dennoch die Chance auf einen großen Zusammenschluss, werde NYSE davor aber "nicht zurückschrecken".
Einen auf Eis gelegten 550 Millionen US-Dollar schweren Aktienrückkauf will NYSE nach Vorlage der Geschäftszahlen am 10. Februar wieder aufnehmen. "Die Investoren waren geduldig und haben uns unterstützt. Nun ist die Zeit gekommen, dass wir uns für die Geduld und Unterstützung erkenntlich zeigen", sagte Niederauer in einem Interview.
er CEO betonte, er und der Chef der Deutschen Börse, Reto Francioni, pflegten auch weiterhin einen guten Umgang miteinander. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie in Zukunft doch noch zusammenarbeiten würden.
-Von Jacob Bunge,
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February 01, 2012 09:19 ET (14:19 GMT)
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