Die Aufseher verfolgten die Untersuchungen sehr aufmerksam und tauschten sich bei Bedarf mit den Steuer-Ermittlern aus, aber einen Grund für konkrete aufsichtsrechtliche Schritte sähen sie derzeit nicht, sagten zwei mit der Materie vertraute Personen dem Wall Street Journal Deutschland.
Die schärfste Waffe der BaFin ist die Abberufung des Vorstands. Auch wenn in der laufenden Steueraffäre gegen den Deutsche Bank-Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen ermittelt wird, ist das kein Grund für die Aufsicht aktiv zu werden. Anders wäre das erst im Falle einer Verurteilung oder falls sich der Vorstand als nicht ausreichend qualifiziert erweist. Von beiden Szenarien ist Fitschen weit entfernt.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt derzeit wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung beim Handel mit CO2-Emissionszertifikaten, Geldwäsche und versuchter Strafvereitelung gegen 25 Mitarbeiter der Deutschen Bank - darunter Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause. Gegen fünf Mitarbeiter wurde ein Haftbefehl erlassen.
Für Unruhe sorgten zudem Medienberichte über eine Datenvernichtung im großen Stil. Demnach sollen sieben Mitarbeiter der Bank insgesamt 20.000 belastende Mails gelöscht haben.
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Bildquellen: Deutsche Bank AG