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30.10.2012 13:18

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NACH MILLIARDENMINUS

UBS streicht bei radikalem Konzernumbau fast 10.000 Stellen

UBS zu myNews hinzufügen Was ist das?


Die Schweizer Großbank UBS zerschlägt ihr kostenaufwendiges Investmentbanking und entlässt in den nächsten drei Jahren rund 10.000 Mitarbeiter.

Die Zahl der Angestellten soll damit von zuletzt gut 63.000 auf 54.000 sinken - Ende 2007 hatte die UBS noch mehr als 83.000 Beschäftigte. Der radikale Schnitt soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden und bis 2015 insgesamt 5,4 Milliarden Franken (4,5 Mrd Euro) pro Jahr an Einsparungen bringen, wie die Bank am Dienstag in Zürich mitteilte.

Höchste Priorität geben Konzernchef Sergio Ermotti und Ex-Bundesbanker Axel Weber als Präsident des UBS-Verwaltungsrates künftig dem weniger riskanten und kapitalintensiven Geschäft mit der Vermögensverwaltung. Dabei will sich der Züricher Finanzkonzern auf sein wachsendes Geschäft in Asien stützen. Die Bank reagiert mit dem Umbau auf die Folgen der Finanzkrise und die Verschärfung staatlicher Vorgaben.

NEUES RENDITEZIEL

Als Zielmarke bis 2015 gab Ermotti eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent vor Steuern aus. Bislang hatte die Bank eine Spanne von 12 bis 17 Prozent in Aussicht gestellt. In den kommenden beiden Jahren steht der UBS aber zunächst eine Durststrecke bevor: Die Rendite soll jeweils nur im mittleren einstelligen Bereich liegen. Insgesamt rechnet die Bank durch den Umbau mit Kosten von 3,3 Milliarden Franken in den nächsten drei Jahren - eine halbe Milliarde soll schon im vierten Quartal anfallen.

Aufgeben will die UBS besonders kapitalintensive Investmentgeschäfte wie den Anleihenhandel, in dem die Bank ohnehin weit von der Marktspitze entfernt ist. Stattdessen will sie sich im Kapitalmarktgeschäft auf die Bereiche Aktien, Währungen und Edelmetalle konzentrieren. Zudem will die UBS an Beratungen etwa bei Börsengängen und Firmenzusammenschlüssen ebenso wie an der Aktienanalyse festhalten. Künftig soll die Investmentsparte nur noch 20 Prozent zu den Konzerngewinnen beitragen.

ABSCHREIBUNGEN FÜHREN ZU ROTEN ZAHLEN

Der bisherige Co-Chef der Investmentsparte, Carsten Kengeter, verlässt die Geschäftsleitung, wie die Bank mitteilte. Dadurch wird Andrea Orcel - ein Vertrauter von Konzernchef Sergio Ermotti - alleiniger Chef der künftig deutlich verkleinerten Investmentsparte. Kengeter soll sich künftig um die abzubauenden Geschäftsteile kümmern. Insgesamt will die Bank bis 2017 ihre Risikoposition um 100 Milliarden Franken auf unter 200 Milliarden senken und so Kapital sparen.

Die Zerschlagung des Investmentbankings hinterließ schon in der Bilanz zum dritten Quartal tiefe Spuren. Insgesamt verbuchte die Bank Abschreibungen in Höhe von 3,1 Milliarden Franken. Zudem wirkte sich die Neubewertung eigener Schulden mit 863 Millionen Franken negativ aus. Das führte unter dem Strich zu einem Fehlbetrag von knapp 2,2 Milliarden Franken. Vor einem Jahr hatte das Institut trotz des damals aufgeflogenen Zockerskandals im Londoner Investmentbanking noch gut eine Milliarde Franken verdient.

AKTIONÄRE WERDEN BEGLÜCKT

Den Aktionären will die UBS selbst dann eine Dividende zahlen, wenn in diesem Jahr ein Verlust anfällt. Ermotti kündigte zudem an, künftig mehr als die Hälfte des Gewinns an die Anteilseigner ausschütten zu wollen. An der Börse legte die Aktie des Geldinstituts erneut stark zu. Zuletzt lag sie mit einem Plus von knapp fünf Prozent bei 13,76 Franken und war damit so teuer wie seit Juli 2011 nicht mehr. Das UBS-Papier war bereits am Montag deutlich gestiegen, nachdem die Umbaupläne am Wochenende bereits durchgesickert waren.

Auch die UBS-Konkurrentin Deutsche Bank gab am Dienstag die Fortsetzung von Sparmaßnahmen und einen weiteren Personalabbau bekannt. Noch in diesem Jahr sollen bei den Frankfurtern 2000 Stellen wegfallen. Im Gegensatz zur UBS meldete die Deutsche Bank aber leichte Gewinne im Investmentbanking. Der wichtigste Schweizer Rivale der UBS, die Credit Suisse Group, hatte bereits in der vergangenen Woche eine Verschärfung des Sparprogramms angekündigt. Bis 2015 will sie ihre Kostenbasis im Vergleich zu 2011 um 4 Milliarden Franken drücken./enl/bur/zb/fbr

Von Erik Nebel, dpa-AFX, und Thomas Burmeister, dpa - ZÜRICH (dpa-AFX)

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