18.03.2013 14:48
Bewerten
(0)

Zypern setzt Banken europaweit unter Druck - Votum erneut vertagt

Nach Zitterpartie um Zypern: Zypern setzt Banken europaweit unter Druck - Votum erneut vertagt | Nachricht | finanzen.net
Nach Zitterpartie um Zypern
Bankenwerte und auch Versicherer sind am Montag nach der Zitterpartie um Zypern unter Druck geraten.
Aktien der Deutschen Bank und der Allianz sackten ab.

    Auch europaweit zeigten sich die Finanzwerte sehr schwach: Am Ende des Stoxx 50 standen die Anteile an der britischen Barclays, BBVA büßten in Madrid ebenfalls deutlich ein. Auch beim Finanzkonzern ING stand ein dickes Minus zu Buche, und die Anteile an der französischen Großbank BNP Paribas fielen ebenfalls stark. Mit einem klaren Abschlag stand der Bankenindex Stoxx 600 Banks auch ganz unten in der europäischen Branchenübersicht, gefolgt von den Versicherungswerten mit einem Minus im Sektorindex von 1,65 Prozent.

    "Die Euro-Krise ist wieder da", sagte Händlerin Sarah Brylewski von Gekko Markets. Sollte das Thema Zypern auf der Agenda bleiben, könnte es aus ihrer Sicht eine harte Woche für den ansonsten erholten Bankensektor werden. Börsenbriefautor Hans Bernecker rät indes in seinem täglichen "AB-Daily", "dieses ganze Theater" um Zypern und die von den Medien dynamisierte Diskussion zu ignorieren. Er würde sich zwar nicht wundern, wenn deutsche Sparer ihre Konten überprüfen. In Relation zu den Themen wie Griechenland oder anderen dürfte das in ein paar Wochen aber schon wieder vergessen sein. Das gehöre zum Thema Euro.

ANALYSTEN SEHEN SCHWERWIEGENDE FOLGEN

    Einige Ökonomen warnen aber, dass Bankkunden aus Angst vor repressiven Maßnahmen auch in anderen Ländern ihre Ersparnisse in Sicherheit bringen könnten. Nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's hat die angepeilte Zwangsabgabe in Zypern nicht nur für heimische Bankkunden schwerwiegende Folgen. Auch für Gläubiger von Banken anderer europäischer Länder ergäben sich negative Implikationen, heißt es am Montag. So erhöhe die Entscheidung der Eurogruppe vom Wochenende das Risiko der Kapitalflucht aus anderen Euro-Krisenländern. Die Ansteckungseffekte über die Anleihemärkten schätzt die Agentur indes geringer ein. Die Gefahr einer Umschuldung wie in Griechenland, als Inhaber von Staatsanleihen große Einschnitte hinnehmen mussten, sei vorerst gebannt.

    "Das ist ein potenzieller Game Changer und bringt neue Unsicherheit in die Finanzkrise in Europa", sagte auch Analyst John-Paul Crutchley von der UBS mit dem Blick auf den Bankensektor. Zwar könne Zypern als Sondersituation angesehen werden, die Kapitalbasis sei aber ohnehin nicht ausreichend, um das Bankensystem ausreichend zu rekapitalisieren. Kurzfristig sei der Effekt aber begrenzt, zumal die Lage in den bisher herausgeboxten Staaten wie Irland und Portugal stabil erscheine. Sorge machten eher die längerfristigen Auswirkungen der Zypern-Lösung.

Das zyprische Parlament soll erst am Dienstag über das umstrittene Gesetz zur Zwangsabgabe auf Bankeinlagen abstimmen. Dies teilte der Vorsitzende einer der beiden regierenden Koalitionsparteien, Marios Karogian, am Montag im zyprischen Fernsehen mit. Parlamentspräsident Giannakis Omirou bestätigte: "Das Repräsentantenhaus wird morgen um 18.00 Uhr zusammenkommen. Der Grund: Es gibt einige Änderungen im Gesetzesentwurf die jetzt erörtert und erklärt werden müssen." Einzelheiten nannte er nicht.

    Wie die Nachrichtenagentur dpa aus parlamentarischen Kreisen erfuhr, gibt es zahlreiche Abgeordnete, die sich weigern, der Zwangsabgabe zuzustimmen. Karogian sprach von einer "wahllosen Konfiszierung". Die Politik der Eurogruppe sei eine Erpressung und sei auch unmoralisch, meinten andere Abgeordnete. Die Stimmung war in Nikosia am Montag aufgebracht.

    Hinter den Kulissen wird nach Informationen aus Regierungskreisen eine Verbesserung der Bedingungen für Kleinanleger ausgearbeitet. Diese sollen demnach statt bislang 6,75 Prozent nur drei Prozent ihrer Ersparnisse an den Staat abgeben. Dagegen sollen Reichere mit über 500.000 Euro auf zyprischen Banken 15 Prozent ihrer Guthaben an den Staat geben. Möglicherweise werde es noch am Montag Beratungen mit der Eurogruppe geben.

    NIKOSIA (dpa-AFX)

Bildquellen: vapy / Shutterstock.com, iStock/creisinger
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.05.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
23.05.2017Deutsche Bank Equal weightBarclays Capital
19.05.2017Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
19.05.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
19.05.2017Deutsche Bank HoldHSBC
19.05.2017Deutsche Bank kaufenDZ BANK
28.04.2017Deutsche Bank buyequinet AG
27.04.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
27.04.2017Deutsche Bank buyequinet AG
24.04.2017Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
23.05.2017Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
23.05.2017Deutsche Bank Equal weightBarclays Capital
19.05.2017Deutsche Bank HoldHSBC
17.05.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
09.05.2017Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
19.05.2017Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
03.05.2017Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.04.2017Deutsche Bank VerkaufenDZ BANK
27.04.2017Deutsche Bank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.04.2017Deutsche Bank ReduceCommerzbank AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX kaum verändert gestartet -- Asiens Börsen in Rot -- Trump kritisiert scharf deutschen Handelsbilanzüberschuss -- General Motors wegen Abgas-Vorwürfen verklagt -- Opec im Fokus

Sharp dämmt Verluste ein. Ankeraktionär Shanghai Electric wird kein Pflichtangebot für Manz vorlegen. Moody's: Weitere Senkung der Bonitätsnote Chinas denkbar. Chinesischer Investor GSR wohl an Batteriegeschäft von Nissan interessiert. Kalifornien sieht Mängel bei VW-Plan zur Förderung von E-Autos.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Amazon.com Inc.906866
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
AIXTRON SEA0WMPJ
BASFBASF11
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
EVOTEC AG566480
Infineon AG623100