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27.12.2012 07:00
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Einzelhandel hofft auf gutes Geschäft nach Weihnachten

Nach den Feiertagen
Der deutsche Einzelhandel hofft auf gute Geschäfte nach Weihnachten. "Nach den Feiertagen gehen viele in die Geschäfte und lösen ihre Gutscheine und Bargeldgeschenke ein".
Dies sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Kai Falk, am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Das Weihnachtsgeschäft hatte erst in der letzten Woche vor Heiligabend deutlich an Schwung gewonnen. Der vierte Adventssamstag sei der umsatzstärkste gewesen. Vor allem Lebensmittel standen dabei wie erwartet hoch im Kurs. "Die Deutschen haben sich etwas gegönnt, sie haben genossen, sie haben geschlemmt", so Falk. In Hessen lief das Weihnachtsgeschäft nach Ansicht der Einzelhändler ebenfalls gut.
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Der Präsident des Landesverbandes des hessischen Einzelhandels, Friedrich Wagner, sagte dem Radiosender hr-info: "Wir haben in Hessen gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von über zwei Prozent". Nach seinen Angaben sind die Hessen aber ohnehin ausgabefreudiger als andere Bundesbürger. "Der Hesse gibt im Durchschnitt 256 Euro für Weihnachten aus. Da liegt er deutlich über dem Durchschnitt in Deutschland", sagte Wagner. Dieser liege bei etwa 230 Euro.

  Kurz vor dem Fest hätten viele Last-Minute-Käufer auch noch zu Haushaltsgeräten, Schmuck, Uhren oder Parfüm gegriffen, sagte Falk. "Wintermode ist bei den milden Temperaturen dagegen etwas schlechter gelaufen", erläuterte der HDE-Geschäftsführer. Beliebt seien aber Porzellan, Tablet-PCs oder auch Sportartikel gewesen.

  Für die Einzelhändler zählen auch die Tage nach Weihnachten noch zum Weihnachtsgeschäft. Insgesamt rechnet der HDE für November und Dezember mit rund 80,4 Milliarden Euro Umsatz. Das wäre im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent und damit etwas weniger als die Inflationsrate. Wie das Weihnachtsgeschäft unterm Strich genau gelaufen ist, wird frühestens Ende Januar bekanntgegeben.

  Dass es in diesem Jahr nur wenige Verkaufstage zwischen den Feiertagen gebe, müsse für den Handel nicht schlecht sein, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer im Handelsverband Berlin-Brandenburg, Günter Päts. "Viele Arbeitgeber haben deswegen ganz geschlossen, dadurch sind viele Kunden unterwegs." Nach dem Nachweihnachtsgeschäft fange auch schon der Winterschlussverkauf an. Die Rabatte zögen dann noch einmal Käufer an.

  Im Weihnachtsendspurt hätten in der Hauptstadt Berlin zuvor bereits viele Parfümerien einen Kundenansturm erlebt, sagte Päts. "Die SOS-Geschenke - Schlips, Socken, Parfüms - waren wie immer sehr beliebt." Im Elektronikbereich seien noch richtig große Geschenke über die Ladentische gegangen.

    BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX)

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