Nach starkem Handel: DAX schließt deutlich über 6.000 -- Euro über 1,21$ -- S&P erhöht Estland-Rating -- Karlsruhe lehnt Antrag gegen Euro-Rettungspaket ab -- Karstadt, HRE, Lufthansa, Conti im Fokus
Termine vom 10.06.10:
- JP: BIP 1. Quartal
- D: Verbraucherpreise Mai
- GB: Bank of England - Zinsentscheidung
- EU: EZB Sitzungsergebnis - Zinsentscheidung
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- USA: Handelsbilanz April
- USA: Staatshaushalt Mai
- USA: Fed Balance Sheet
- Air Berlin: Hauptversammlung
- Del Monte Foods: Quartalszahlen
- Kabel Deutschland: Jahresabschluss
- National Semiconductor: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schließen deutlich erholt
Die deutschen Börsen waren zunächst mit Verlusten in den Donnerstagshandel eingestiegen. Bereits am Vormittag besserte sich die Anlegerstimmung aber und im Handelsverlauf drehte der Aktienmarkt deutlich ins Plus. Dabei sorgte die deutliche Erholung der Europäischen Gemeinschaftswährung Euro für Kauflaune. Auch unerwartet positive Zahlen zum chinesischen Export wirkten sich positiv aus. Am Nachmittag verstärkte sich der Aufwärtstrend nochmals zusätzlich, was guten US-Wirtschaftsnachrichten zu verdanken war. Während die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschte, fiel das US-Handelbilandefizit mit 41,3 Milliarden Dollar zwar so hoch wie seit Dezember 2008 nicht mehr aus, blieb jedoch hinter den negativeren Erwartungen der Volkswirte zurück.
Die Nachrichtenlage war am Donnerstag eher dünn. Das Ringen um Opel-Hilfen ging weiter. Der Bund lehnte finanziellen Unterstützung für den Autobauer endgültig ab, nun diskutieren die Bundesländer über mögliche Unterstützungsmaßnahmen. Kaum Bewegung brachten unterdessen die Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank mit sich. Wenig überraschend hatten die Währungshüter die jeweiligen Leitzinssätze unangetastet gelassen.
Der DAX stieg mit einem Abschlag von 0,44 Prozent auf 5.959,11 Punkte in den Handel ein. Nach zwischenzeitlich deutlicheren Verlusten nahm der Leitindex am Vormittag bereits Fahrt auf und eroberte die 6.000er-Marke zurück. Die Gewinne wurden am Nachmittag nochmals deutlich ausgebaut, am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 1,20 Prozent bei 6.056,59 Punkten aus dem Handel. Exportorientierte Titel wie BMW und Daimler stützten den Gesamtmarkt mit deutlichen Aufschlägen.
Der TecDAX verlor zum Start daneben 0,4 Prozent auf 737 Indexpunkte. Im weiteren Verlauf übernahmen auch unter den Techwerteanlegern die Bullen das Ruder und bescherten dem Börsenbarometer ein Plus von 1,9 Prozent auf 754 Indexpunkte. Solartitel gehörten zu den größten Gewinnern.
17:13 Uhr: Euro über 1,21 Dollar-Marke
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro schlägt am Donnerstag einen deutlichen Erholungskurs ein und kann die Marke von 1,21 US-Dollar zurück erobern. Aktuell notiert die Währung mit einem Plus von 1,13 Prozent bei 1,2121 USD. Hintergrund der positiven Entwicklung sind Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Dieser hatte die Märkte beruhigt, zeitgleich aber eine Fortsetzung der Stützungsmaßnahmen zur Sicherung der Preisstabilität verkündet.
16:22 Uhr: Air Berlin: Bis 220 Mio € Flugabgabe-Kosten
Deutschlands größte Billigfluggesellschaft rechnet damit, dass die geplante Flugabgabe, die die Bundesregierung im Rahmen ihres Sparprogramms beschlossen hatte, mit jährlich 180 bis 220 Millionen Euro zu Buche schlägt. Das sagte Vorstandschef Joachim Hunold bei der Hauptversammlung am Flughafen London-Stansted. Man sehe sich gezwungen, dies auf die Flugpreise umzulegen, so der Manager weiter.
16:10 Uhr: S&P erhöht Estland-Rating
Die Ratingagentur Standard & Poors hat ihr Rating für Estland aufgrund des anstehenden Beitritts zur Eurozone angehoben. Demnach wurden die Lang- und Kurzfristkreditratings für Verbindlichkeiten in Fremd- und Landeswährung auf "A/A-1" von zuvor "A-/A-2" bei stabilem Ausblick angehoben.
15:58 Uhr: Karlsruhe lehnt Eilantrag gegen Euro-Rettungspaket ab
Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler gegen das Gesetz zum Euro-Rettungsschirm verworfen. Die Folgenabwägung ergebe, dass der Allgemeinheit schwere Nachteile drohen würden, wenn jetzt die einstweilige Anordnung ergehe und sich das am 21. Mai vom Bundestag verabschiedete Gesetz später als verfassungsrechtlich zulässig erweise, erklärte das Gericht.
15:41 Uhr: Opel: Länder prüfen Hilfen
Nachdem der Bund der Bürgschaft für den Autobauer Opel eine Absage erteilt hat, suchen nun die vier Länder mit Opel-Werken eine gemeinsame Lösung. Rheinland-Pfalz und Hessen signalisierten, ihre Hilfen unter Umständen aufzustocken, während Thüringen bereits Hilfen beschlossen hatte. Nordrhein-Westfalen zählt ebenfalls zu den betroffenen Ländern.
- JP: BIP 1. Quartal
- D: Verbraucherpreise Mai
- GB: Bank of England - Zinsentscheidung
- EU: EZB Sitzungsergebnis - Zinsentscheidung
- USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Woche
- USA: Handelsbilanz April
- USA: Staatshaushalt Mai
- USA: Fed Balance Sheet
- Air Berlin: Hauptversammlung
- Del Monte Foods: Quartalszahlen
- Kabel Deutschland: Jahresabschluss
- National Semiconductor: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schließen deutlich erholtDie deutschen Börsen waren zunächst mit Verlusten in den Donnerstagshandel eingestiegen. Bereits am Vormittag besserte sich die Anlegerstimmung aber und im Handelsverlauf drehte der Aktienmarkt deutlich ins Plus. Dabei sorgte die deutliche Erholung der Europäischen Gemeinschaftswährung Euro für Kauflaune. Auch unerwartet positive Zahlen zum chinesischen Export wirkten sich positiv aus. Am Nachmittag verstärkte sich der Aufwärtstrend nochmals zusätzlich, was guten US-Wirtschaftsnachrichten zu verdanken war. Während die Zahl der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe enttäuschte, fiel das US-Handelbilandefizit mit 41,3 Milliarden Dollar zwar so hoch wie seit Dezember 2008 nicht mehr aus, blieb jedoch hinter den negativeren Erwartungen der Volkswirte zurück.
Die Nachrichtenlage war am Donnerstag eher dünn. Das Ringen um Opel-Hilfen ging weiter. Der Bund lehnte finanziellen Unterstützung für den Autobauer endgültig ab, nun diskutieren die Bundesländer über mögliche Unterstützungsmaßnahmen. Kaum Bewegung brachten unterdessen die Zinsentscheidungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank mit sich. Wenig überraschend hatten die Währungshüter die jeweiligen Leitzinssätze unangetastet gelassen.
Der DAX stieg mit einem Abschlag von 0,44 Prozent auf 5.959,11 Punkte in den Handel ein. Nach zwischenzeitlich deutlicheren Verlusten nahm der Leitindex am Vormittag bereits Fahrt auf und eroberte die 6.000er-Marke zurück. Die Gewinne wurden am Nachmittag nochmals deutlich ausgebaut, am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 1,20 Prozent bei 6.056,59 Punkten aus dem Handel. Exportorientierte Titel wie BMW und Daimler stützten den Gesamtmarkt mit deutlichen Aufschlägen.
Der TecDAX verlor zum Start daneben 0,4 Prozent auf 737 Indexpunkte. Im weiteren Verlauf übernahmen auch unter den Techwerteanlegern die Bullen das Ruder und bescherten dem Börsenbarometer ein Plus von 1,9 Prozent auf 754 Indexpunkte. Solartitel gehörten zu den größten Gewinnern.
17:13 Uhr: Euro über 1,21 Dollar-MarkeDie Europäische Gemeinschaftswährung Euro schlägt am Donnerstag einen deutlichen Erholungskurs ein und kann die Marke von 1,21 US-Dollar zurück erobern. Aktuell notiert die Währung mit einem Plus von 1,13 Prozent bei 1,2121 USD. Hintergrund der positiven Entwicklung sind Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Dieser hatte die Märkte beruhigt, zeitgleich aber eine Fortsetzung der Stützungsmaßnahmen zur Sicherung der Preisstabilität verkündet.
16:22 Uhr: Air Berlin: Bis 220 Mio € Flugabgabe-KostenDeutschlands größte Billigfluggesellschaft rechnet damit, dass die geplante Flugabgabe, die die Bundesregierung im Rahmen ihres Sparprogramms beschlossen hatte, mit jährlich 180 bis 220 Millionen Euro zu Buche schlägt. Das sagte Vorstandschef Joachim Hunold bei der Hauptversammlung am Flughafen London-Stansted. Man sehe sich gezwungen, dies auf die Flugpreise umzulegen, so der Manager weiter.
16:10 Uhr: S&P erhöht Estland-RatingDie Ratingagentur Standard & Poors hat ihr Rating für Estland aufgrund des anstehenden Beitritts zur Eurozone angehoben. Demnach wurden die Lang- und Kurzfristkreditratings für Verbindlichkeiten in Fremd- und Landeswährung auf "A/A-1" von zuvor "A-/A-2" bei stabilem Ausblick angehoben.
15:58 Uhr: Karlsruhe lehnt Eilantrag gegen Euro-Rettungspaket abDas Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler gegen das Gesetz zum Euro-Rettungsschirm verworfen. Die Folgenabwägung ergebe, dass der Allgemeinheit schwere Nachteile drohen würden, wenn jetzt die einstweilige Anordnung ergehe und sich das am 21. Mai vom Bundestag verabschiedete Gesetz später als verfassungsrechtlich zulässig erweise, erklärte das Gericht.
15:41 Uhr: Opel: Länder prüfen HilfenNachdem der Bund der Bürgschaft für den Autobauer Opel eine Absage erteilt hat, suchen nun die vier Länder mit Opel-Werken eine gemeinsame Lösung. Rheinland-Pfalz und Hessen signalisierten, ihre Hilfen unter Umständen aufzustocken, während Thüringen bereits Hilfen beschlossen hatte. Nordrhein-Westfalen zählt ebenfalls zu den betroffenen Ländern.



