21.11.2011 06:00
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Mariano Rajoy wird neuer Regierungschef in Spanien

Spaniens Hoffnungsträger: Mariano Rajoy wird neuer Regierungschef in Spanien | Nachricht | finanzen.net
Spaniens Hoffnungsträger

Der konservative Mariano Rajoy wird neuer Regierungschef in Spanien. Seine Aufgabe wird monströs, denn er übernimmt ein Land, das kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin steht. Eine Kurz-Vita.

Mariano Rajoy Brey wurde am 17. März 1955 geboren. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

Dem konservativen spanischen Politiker werden die besten Chancen auf die Nachfolge des scheidenden Ministerpräsidenten Zapatero eingeräumt. Bei den vorgezogenen Neuwahlen in Spanien tritt er als Spitzenkandidat seiner Partei PP an.

Sein politischer Werdegang begann 1981 mit dem Eintritt in das Bündnis Alianza Popular, das später zur Volkspartei Partido Popular wurde. Politische Erfahrung sammelte er unter anderem im galicischen Parlement sowie als Stadtrat in der Stadt Pontevedra, zu dem er 1983 ernannt wurde.

Seit dem Jahr 1989 sitzt Rajoy als Abgeordneter im spanischen Parlament und galt als Vertrauter des langjährigen Parteivorsitzenden José María Aznar. 2000 erreichte seine Partei die absolute Mehrheit – er selbst wurde zum Innenminister ernannt.

Bereits seit 2004 ist Rajoy Spitzenkandidat seiner Partei. Er gilt als Unterstützer der US-amerikanischen Irakpolitik, was ihn deutlich vom Noch-Amtsinhaber Zapatero unterscheidet, zu dessen Politik er einen scharfen Konfrontationskurs fuhr. Auch in seinem Wahlkampf warf er den Sozialisten immer wieder vor, das Wirtschaftsleben ruiniert und weitere Staatsschulden verursacht zu haben.

Rajoy übernimmt als neuer Regierungschef Spanien am Rand des wirtschaftlichen Abgrunds. Die Schulden sind massiv, zudem hat Spanien mit einer enorm hohen Arbeitslosigkeit von 21,5 Prozent zu kämpfen. Der eingeleitete Sparkurs der Vorgängeregierung wird unter den Konservativen wohl fortgesetzt, denn eine Alternative zum Sparprogramm gibt es nicht. Bereits im Vorfeld hatte Rajoy betont: Außer bei den Renten werde es "überall Einschnitte" geben.  

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