27.11.2012 17:24
Bewerten
 (1)

verdi fordert für 50.000 Lufthansa-Beschäftigte 5,2 Prozent mehr Gehalt

Nächster Streik in Sicht?
Die Deutsche Lufthansa muss sich für die kommende Gehaltsrunde warm anziehen.
Für die Tarifrunde 2013 fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft verdi für rund 50.000 Beschäftigte am Boden und in der Kabine Gehaltserhöhungen von 5,2 Prozent für 12 Monate. Die Arbeitnehmer verlangen außerdem die Übernahme aller Auszubildenden und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Der aktuelle Tarifvertrag läuft am 31. Januar aus. Das erste Treffen mit Deutsche Lufthansa ist für den 17. Januar geplant.

   Deutschlands größter Airline dürfte diese Forderung nicht gefallen. Sie befindet sich auf einem extremen Sparkurs und will das operative Ergebnis bis 2015 um 1,5 Milliarden Euro verbessern. Nur so sieht sich der Kranich in der Lage, langfristig zu überleben und ausreichend Geld für neue Flugzeuge zu haben. Damit Lufthansa ihr Sparziel erreicht, schnallt sie bei allen Mitarbeitern den Gürtel enger. Herzstück des Sparplans ist die Senkung der Personalkosten. Die Lufthansa kommentiert die verdi-Forderung nicht.

   "Vor dem Hintergrund der soliden wirtschaftlichen Entwicklung im Lufthansa-Konzern ist diese Forderung absolut angebracht", begründete eine Sprecherin der Gewerkschaft die Forderung. Wegen des Sparprogramms des Unternehmens sei die verlangte Beschäftigungssicherung unabdingbar.

   Lufthansa leidet gegenwärtig unter hohen Treibstoffkosten, die sie wegen des starken Wettbewerbs nicht auf die Ticketpreise aufschlagen kann. Auch andere Fluggesellschaften stecken in diesem Dilemma und steuern mit harten Sparmaßnahmen gegen.

   Die Kranichlinie kommt mit ihren Maßnahmen aber nicht so gut voran wie gedacht. Erst jüngst haben rund 18.000 Stewards und Stewardessen aufbegehrt und sich erfolgreich gegen die harten Vorgaben des Managements gewehrt. Sie ließen schleppende Tarifverhandlungen platzen, streikten an drei Tagen und holten sich anschließend einen Schlichter ins Boot. Am 11. Dezember will die Flugbegleitergewerkschaft UFO kundtun, ob sie den Kompromiss von Bert Rürup annimmt. Er beinhaltet Gehaltssteigerungen von rund 4 Prozent plus Einmahlzahlung, aber auch Mehrarbeit und den zeitweisen Verzicht auf weitere Gehaltserhöhungen.

   Offen ist auch noch der Ausgang der Vergütungstarifverhandlungen mit den Piloten. Sie haben gerade erst begonnen. Die Vereinigung Cockpit fordert Gehaltssteigerungen von durchschnittlich 5,2 Prozent.

   Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com   DJG/kib/mgo Dow Jones Newswires Von Kirsten Bienk

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Deutsche Lufthansa AG

  • Relevant9
  • Alle+
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Deutsche Lufthansa AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08:46 UhrDeutsche Lufthansa buyUBS AG
24.11.2014Deutsche Lufthansa Equal weightBarclays Capital
14.11.2014Deutsche Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
12.11.2014Deutsche Lufthansa HoldCommerzbank AG
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
08:46 UhrDeutsche Lufthansa buyUBS AG
03.11.2014Deutsche Lufthansa buyCitigroup Corp.
31.10.2014Deutsche Lufthansa kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
31.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
30.10.2014Deutsche Lufthansa buyequinet AG
24.11.2014Deutsche Lufthansa Equal weightBarclays Capital
14.11.2014Deutsche Lufthansa HoldDeutsche Bank AG
12.11.2014Deutsche Lufthansa HoldCommerzbank AG
04.11.2014Deutsche Lufthansa NeutralHSBC
31.10.2014Deutsche Lufthansa HaltenDZ-Bank AG
10.11.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
31.10.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
27.10.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
09.09.2014Deutsche Lufthansa ReduceKepler Cheuvreux
08.08.2014Deutsche Lufthansa UnderweightMorgan Stanley
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX im Minus -- Dow in Grün -- Juncker will Italien und Frankreich nicht bestrafen -- Gold-Nostalgie setzt Europas Zentralbanken unter Druck -- Blackberry, E.ON, Allianz im Fokus

'Schwarze Null' steht - Bundestag stimmt Haushalt 2015 zu. TLG Immobilien lockt weiter mit Aussicht auf hohe Dividende. Lufthansa erhält Auftrieb durch billiges Öl und Analystenlob. Ryanair-Aktionäre machen Weg für Boeing-Großauftrag frei. Analytik Jena mit Gewinnwarnung. Rubel fällt auf Rekordtief.
Diese DAX-Aktien bringen die höchste Rendite

20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Firmen investieren am meisten in Forschung und Entwicklung

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

So viele Aktien gehören ausländischen Investoren

Welche Aktien zählt Warren Buffet zu seinem Portfolio?

20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

mehr Top Rankings

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?