Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Nanostart AG gab am Freitag bekannt, dass sie eine lizensierte Asset-Managementgesellschaft in Russland erworben hat, die künftig als Nanostart Russia Asset Management Ltd. firmiert. Die entsprechenden Verträge wurden in Moskau unterzeichnet, der Kaufpreis in Höhe von 2,4 Mio. Euro wurde bar entrichtet.
Wie die Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft mitteilte, wird mit der Etablierung von Nanostart Russia die wichtigste regulatorische Voraussetzung für den Markteintritt der Nanostart in Russland als Manager von Fonds im Bereich Wagniskapital (Venture Capital) erfüllt. Sitz der Gesellschaft ist Moskau, in Perm wird eine Außenstelle eröffnet.
Den Angaben zufolge verfügt die russische Kapitalgesellschaft über eine Lizenz zur Verwaltung von Investmentfonds. Der Bereich Fondsmanagement ist in Russland zentralistisch reguliert. Für die Verwaltung und Administration von Fremdgeldern, Assets und Unternehmensbeteiligungen bedarf der Fondsmanager einer Ausübungsgenehmigung bzw. Lizenz, die von der Zulassungsbehörde nach klar geregelten Voraussetzungen erteilt wird. Die Zulassungsvoraussetzungen sind angelehnt an die Kriterien, die für Fondsmanager unter dem englischen FSA Regime (Financial Services Markets Act) oder dem amerikanischen SEC (Securities Exchange Act) gelten.
Mit dem Kauf der künftigen Nanostart Russia Asset Management Ltd. wird von der Nanostart der Weg zum Management von Wagniskapital-Fonds in Russland geebnet. Die Nanostart vollzieht den Markeintritt in Russland in enger Kooperation mit RUSNANO, dem mit 10 Mrd. US-Dollar ausgestatteten größten staatlichen Nanotechnologie-Investor Russlands. Im April des laufenden Jahres erhielt die Nanostart von RUSNANO und dem Gouverneur der Region Perm das Mandat für das Management des Kama Fund First, einem 50 Mio. Euro Wagniskapital-Fonds, der in Nanotechnologieunternehmen in der Wirtschaftsregion Perm investieren soll.
Die Aktie von Nanostart legt aktuell 0,01 Prozent auf 8,65 Euro zu. (21.10.2011/ac/n/nw)