FRANKFURT (dpa-AFX) - Die
Aktien des Bezahlsenders rutschten am Vormittag um 4,3 Prozent auf 2,40 Euro ab. Sie standen damit am MDax-Ende (
MDAX), während der Index mittelgroßer Werte nur 0,28 Prozent verlor. In den drei Handelstagen zuvor war die Sky-Aktie aber bei sehr hohen Umsätzen bereits um 37,52 Prozent angesprungen, so dass viele Händler die Abgaben als Reaktion werteten.
Diese werde durch einen Bericht im "Spiegel", dem zufolge die Deutsche Telekom selbst für exklusive Bundesliga-Übertragungsrechte via Satellit und Kabel bieten wolle, verstärkt. Dem Magazin zufolge droht ein Bieterkrieg mit dem Bezahlsender. "Das war schon vergangene Woche zu hören, aber die Sky-Aktien haben zuletzt von guten Abonnentenzahlen profitiert", kommentierte ein Händler. Ein Bieterkrieg mit der Telekom könnte teuer werden, weshalb er den Anlegern mit Blick auf die Sky-Aktie rate, abzuwarten.
Die DZ Bank sieht Sky indes mit einem starken Abonnentenwachstum gut gerüstet für die Bundesliga-Auktion. Analyst Harald Heider erhöhte seinen Fairen Wert für die Aktien von 3,46 auf 3,60 Euro und bekräftigt die Empfehlung "Kaufen". Zur Erreichung deutlich positiver Ertragsmargen sei ein weiteres starkes Wachstum der Abonnentenbasis erforderlich und hierfür benötige Sky Premiuminhalte, innovative Produkte und einen sehr guten Kundenservice. In den vergangenen Quartalen habe der Konzern hier ein positives Momentum aufgebaut. Allerdings bleibe die Vorhersehbarkeit der Unternehmensentwicklung - die so genannte Visibilität - gering und die Aktie sei hoch spekulativ./fat/la