von Euro-Redakteur Richard Pfadenhauer
Das selbst gesteckte Ziel, ein Umsatzplus von fünf Prozent zu erreichen, hat WMF-Chef Thorsten Klapproth verfehlt. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise kann sich der kleine Erlösanstieg von einem Prozent dennoch sehen lassen. Auch die Aktionäre des Haushaltswarenherstellers werden sich nicht beschweren: Der Gewinn stieg um 15 Prozent. Auf der Hauptversammlung am 17. Juni soll die Zahlung einer Dividende von 1,20 Euro pro Stamm- und Vorzugsaktie vorgeschlagen werden. Im Vorjahr zahlte WMF nur 1,05 Euro.
Der Kurs beider Aktiengattungen legte seit Jahresbeginn um jeweils über 20 Prozent zu. Vor allem die Vorzüge, die mit einem Abschlag von 18,2 Prozent gegenüber den Stämmen gehandelt werden, sind gemessen an der Dividendenrendite von sechs Prozent attraktiv.
Auch andere kleinere deutsche Unternehmen beglücken in den kommenden Wochen ihre Aktionäre mit stattlichen Dividenden. Das Telekomunternehmen Drillisch plant, pro Anteil 0,30 Euro auszuschütten (HV: 28. Mai). Das Immobilienunternehmen Alstria Office peilt 0,50 Euro an (16. Juni). Daraus errechnen sich Dividendenrenditen zwischen 5,5 und sechs Prozent. Die Titel der Zeitarbeitsfirma Amadeus Fire (27. Mai) und des Auskunftsbetreibers Telegate (9. Juni) warten derzeit gar mit über sieben Prozent auf.
Die Zahlen für das erste Quartal fielen bei Drillisch und Amadeus Fire vielversprechend aus, sodass für 2010 eine ähnlich attraktive Ausschüttung winkt. Und WMF-Chef Klapproth will in diesem Jahr das 2009 verpasste Wachstum zumindest nachholen.
Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum