04.02.2013 21:35
Bewerten
 (4)

Netzagentur kritisiert Altmaiers Strompreisbremse

   Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat die von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) vorgeschlagene Strompreisbremse Frage gestellt. Homann warnte während eines Führungstreffens zu Beginn der Essener Energiemesse E-world am Montag vor nachträglichen Eingriffen in die Fördersätze für erneuerbare Energien. Bei derartigen Schritten sei "große Zurückhaltung" angebracht. Es drohe andernfalls die Gefahr, "dass Investoren die Planungssicherheit verlieren".

   Umweltminister Altmaier hatte zur Begrenzung der Umlage für erneuerbare Energien unter anderem einen sogenannten Energie-Soli vorgeschlagen. Die Betreiber von Solar- und Windparks sollen nach dem Vorschlag zeitweise auf einen Teil der schon festgelegten Förderung verzichten müssen, wenn die entsprechenden Mittel knapp werden.

   Altmaier verteidigte zu Beginn des Führungstreffens seine Pläne per Video-Schaltung aus Berlin abermals. Die Strompreisbremse sei nötig, um "eine Atmosphäre zu schaffen", in der die Energiewende gelingen könne. Dazu sei eine Flexibilisierung des Ausbautempos etwa von Solar- und Windanlagen erforderlich. Auch müssten die Betreiber bestehender Anlagen einen Beitrag leisten.

   Altmaier zeigte sich offen für Änderungen an den Details der Strompreisbremse. Er sei bereit, "sehr flexibel über Lösungen zu sprechen", sagte der Minister. Am Ende müsse die Umlage für Erneuerbare Energien aber "beherrschbar und berechenbar" sein.

   Kontakt zum Autor: hendrik.varnholt@dowjones.com

   DJG/WSJ/chg

   (Mehr zu diesem Thema und weitere Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf www.WSJ.de, dem deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)

   (END) Dow Jones Newswires

   February 04, 2013 12:06 ET (17:06 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 06 PM EST 02-04-13

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- US-Börsen schwächer -- Türkei bringt sich als Deutsche-Bank-Käufer ins Spiel -- Commerzbank: 10.000 Stellen weg? -- Opec einigt sich auf Fördergrenze -- Air Berlin im Fokus

Tesla mit 'Autopilot'-Assistent kollidiert mit Bus. Lufthansa-Aktie schwächster DAX-Wert: Air Berlin-Deal und Ölpreisrally belasten. Deutsche Arbeitslosenquote im September leicht rückläufig. SAP investiert in neue Produkte für vernetzte Firmen. Institut: London soll Schweigen über Brexit lüften.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?