Netzbetreiber Tennet will schnelle Einigung im Offshore-Streit
Hartman legte einen Lösungsvorschlag vor: Künftig sollten die Anschlüsse in einer Art Konvoiverfahren mit baugleichen Plattformen und in einem definierten Tempo erfolgen. "Es wäre sinnvoll, jedes Jahr eine Plattform mit einer Leistung von 900 Megawatt zu bauen und anzuschließen", sagte Hartmann.
Das niederländische Staatsunternehmen hatte zuletzt den Zorn großer Teile der deutschen Energiewirtschaft und Politik auf sich gezogen, weil es mit dem Anschluss von Windparks auf hoher See kaum vorankommt. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) machte die Verzögerungen von bis zu vier Jahren vorige Woche bei einem Besuch in Den Haag zum Thema. Dabei einigten sich beide Seiten darauf, dass Tennet für notwendige Milliardeninvestitionen in Deutschland private Investoren beteiligen darf. Die Niederländer hatten 2010 das Netz vom deutschen Versorger Eon übernommen.
Tennet habe mit sechs Milliarden Euro mehr als jedes andere Unternehmen in die Energiewende investiert, verteidigte Hartman seinen Kurs. Für die Verzögerungen seien unzureichende gesetzliche Regelungen zum Anschluss der Windparks verantwortlich. "Wir brauchen dringend einen Plan, der den Bau von Offshore-Windparks, den Netzanschluss und den Weitertransport des Stroms an Land koordiniert", sagte er. Dann könnten die Risiken eingegrenzt und Investoren gefunden werden. Andernfalls drohten "Fehlinvestitionen in Milliardenhöhe."/enl







