17.02.2013 17:52
Bewerten
 (9)

Neue Massenproteste gegen Sparpolitik in Spanien und Portugal

Euro-Krisenländer: Neue Massenproteste gegen Sparpolitik in Spanien und Portugal | Nachricht | finanzen.net
Euro-Krisenländer

Zehntausende Menschen haben in den Euro-Krisenländern Spanien und Portugal gegen die Wohnungsnot und die Verarmung der Bevölkerung protestiert.

In Spanien richteten sich die Proteste in rund 50 Städten des Landes gegen die zahlreichen Zwangsräumungen von Wohnungen. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Rettet die Menschen, nicht die Banken". Sie forderten eine soziale Wohnungspolitik sowie ein sofortiges Ende der Zwangsräumungen.

   An der größten Kundgebung in Barcelona nahmen am Samstagabend nach Angaben der Veranstalter 80 000 Menschen teil, die Polizei sprach von 12 500 Demonstranten. Zu den Protesten hatte die "Plattform der Hypothekenbetroffenen" (PAH) aufgerufen. Die meisten Kundgebungen verliefen friedlich.

 In Madrid musste die Polizei eingreifen, als der frühere sozialistische Justizminister Juan Fernando López Aguilar und eine weitere Oppositionspolitikerin, die an der Kundgebung teilnehmen wollten, von Demonstranten tätlich angegriffen wurden. Beide mussten den Protest unter Polizeischutz verlassen.

 Seit Beginn der Wirtschaftskrise wurden in Spanien Zehntausende von Wohnungen aufgrund richterlicher Verfügungen zwangsweise geräumt. In einigen Fällen nahmen sich Wohnungsbesitzer das Leben, weil sie ihre Bankkredite nicht bedienen konnten und daher ihre Bleibe verlieren sollten.

     In Portugal forderten die Demonstranten auf Kundgebungen in 24 Städten des Landes den Rücktritt der Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho. In Lissabon marschierten Tausende Menschen am Samstagabend zur Hauptkundgebung auf dem Gemeindeplatz am Tejo, zu der der Gewerkschaftsdachverband CGTP aufgerufen hatte.

  Der CGTP-Generalsekretär Armenio Carlos kündigte an, dass die Gewerkschaften sich am 2. März der Demonstration der einflussreichen Bürgerinitiative "Zum Teufel mit der Troika" anschließen werde. Diese Organisation hatte am 15. September 2012 einen der größten Proteste der vergangenen Jahrzehnte in Portugal organisiert. Nach Medienschätzungen gingen damals im 10,5-Millionen-Einwohner -Land eine Million Menschen auf die Straßen.

    MADRID/LISSABON (dpa-AFX)

Bildquellen: Patryk Kosmider / Shutterstock.com, Philip Lange / Shutterstock.com
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Zalando - Wie der Online-Händler seine Gewinn­margen kräftig steigern will!
Der Einkauf von Waren im Internet gehört zu den Megatrends des 21. Jahrhunderts. Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom shoppen 98% aller Internet-Nutzer inzwischen online, wobei mehr als drei Viertel mehrmals im Monat Produkte über das Internet ordern. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins, warum Zalando zu den Profiteuren dieses Megatrends gehört und wie es seine Gewinnmargen weiter steigern will.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht über 11.200 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen leicht im Plus -- Coca-Cola kündigt Chefwechsel an -- Chinesische Investoren beenden Verhandlungen um Siltronic -- VW, AIXTRON, Zynga im Fokus

Orange spricht offenbar mit Vivendi über Kauf von Canal Plus. Coeure: EZB-Beschlüsse enthalten eine Warnung. Evonik kauft Kieselsäure-Geschäft von JM Huber. Steuern: Was sich 2017 alles ändert. Carl Zeiss Meditec legt zu.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Aktien besitzt Warren Buffett in seinem Portfolio?
Jetzt durchklicken
Das verdienen die wichtigsten Staats- und Regierungschefs
Jetzt durchklicken
In diesen Städten möchten die Deutschen leben
Jetzt durchklicken
Welche Ideen hält Google für die Zukunft bereit?
Jetzt durchklicken
In diesen Ländern wird der American Dream gelebt
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie, dass es in den kommenden sechs Monaten schwieriger wird, die eigenen Renditeerwartungen zu erzielen?