FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neuen Haftungsregeln für die Offshore-Windkraft werden einem Zeitungsbericht zufolge für die Stromkunden teuer. Die Umlage für die Haftung von Risiken werde die Verbraucher mindestens eine Milliarde Euro kosten, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Mittwoch). Dabei beruft sich das Blatt auf den Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen will. Die begrenzte Haftung des Netzbetreibers für die entgangenen Einnahmen und sonstigen Schäden des Windparkbetreibers soll die Netzanbindung der Anlagen auf hoher See für Investoren interessant machen.
Auch der Netzbetreiber Tennet verspricht sich von der neuen Regelung mehr Interesse von Investoren. "Klare Haftungsregelungen sind essenziell für uns und für alle potenziellen Investoren", sagte Lex Hartman, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung, dem "Handelsblatt" (HB/Mittwoch). Werde das Risiko bei der Offshore-Netzanbindung vergleichbar mit dem Netzausbau an Land, dann würden die Investoren kommen, sagte Hartman. "Da habe ich keine Zweifel." Tennet hatte das Netz 2010 vom deutschen Versorger Eon übernommen./mne/stw/fn