Neue Zeiten für 'Frankfurter Rundschau' - erste Ausgabe nach Verkauf
Weiterhin soll die "Frankfurter Rundschau" ("FR") als unabhängige und linksliberale Zeitung erscheinen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" GmbH ("FAZ") und die Frankfurter Societät GmbH als neue Investoren am Vortag betont hatten. Allerdings werden durch den Verkauf an die bisherige Frankfurter Konkurrenz die meisten der bisher rund 450 Konzern-Beschäftigten gehen müssen. Nur 28 Mitarbeiter werden übernommen, um als Stammredaktion in Frankfurt den Kern des neuen Teams zu bilden. Als alleinige Spitze lenkt künftig Chefredakteur Arnd Festerling die Redaktion.
Am vergangenen Mittwoch hatte das Bundeskartellamt die Übernahme der "FR" genehmigt. Hunderte "FR"-Mitarbeiter hatten zuvor bereits ihre Kündigungen erhalten, die meisten wechseln für höchstens sechs Monate in eine Transfergesellschaft.
Neue "FR"-Gesellschafter sind neben der Frankfurter Societät mit 55 Prozent der Anteile der "FAZ"-Verlag (35 Prozent) sowie mit 10 Prozent die Karl Gerold Stiftung. FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan betonte nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags, die "FR" sei weiterhin für ihre Ausrichtung selbst verantwortlich.
Nach jahrelanger Krise hatte die "FR" aufgrund der hohen Verluste im vergangenen November Insolvenz angemeldet. Hauptgesellschafter waren bislang die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding ddvg./mov/DP/kja







