Niederländischer Finanzminister als Juncker-Nachfolger im Gespräch

Katainen fügte hinzu, dass die Frage der Juncker-Nachfolge vor allem zwischen Berlin und Paris geklärt werden müsse. Beide Länder müssten mit der Personalie einverstanden sein. Nach Einschätzung eines europäischen Diplomaten ist die Bundesregierung dagegen, dass ein Vertreter eines großen EU-Landes an der Spitze der Eurogruppe steht. Daher sei Berlin nicht davon überzeugt, dass der französische Finanzminister Pierre Moscovici das Amt übernehme. Moscovici hatte bereits sein Interesse an dem Posten signalisiert.
Juncker hatte vergangene Woche erklärt, er werde den Vorsitz der Eurogruppe Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres abgeben. Diese Entscheidung sei "unwiderruflich". Der langjährige luxemburgische Regierungschef hat den Posten seit seiner Schaffung im Jahr 2005 inne. Sein Mandat lief eigentlich am 17. Juli ab. Auf die Frage, wann ein Nachfolger gefunden werde, hatte Juncker in Brüssel geantwortet: "Je eher desto besser."
BRÜSSEL (AFP)
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