DAX8.5310,7%  Dow15.307-0,5%  Euro1,2842-0,1% 
ESt502.8350,5%  Nas3.463-1,1%  Öl102,1-0,2% 
TDax975,80,7%  Nikkei15.7390,7%  Gold1.366-0,3% 

19.06.2012 22:51

Senden
NEUER VERSUCH

Ryanair will erneut Aer Lingus schlucken

Deutsche Lufthansa zu myNews hinzufügen Was ist das?


Der irische Billigflieger Ryanair startet einen neuen Versuch zur Übernahme seines heimischen Konkurrenten Aer Lingus.

Mehr als fünf Jahre nach dem gescheiterten ersten Anlauf sieht das Management um Michael O'Leary bessere Chancen, an sein Ziel zu kommen: Der klamme irische Staat brauche das Geld aus dem Anteilsverkauf, und die EU-Kommission werde die Übernahme diesmal schon genehmigen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Dublin mit. Schließlich hätten die Wettbewerbshüter inzwischen auch Zukäufen von Lufthansa und British Airways zugestimmt.

Dabei hofft Europas größter Billigflieger, sein Ziel deutlich günstiger zu erreichen als noch vor einigen Jahren. Je Aer-Lingus-Aktie will Ryanair 1,30 Euro je Aktie bieten - weniger als halb so viel wie Ende 2006 und zehn Cent weniger als beim zweiten Anlauf im Jahr 2008. Dennoch kämen die Anteilseigner weitaus besser weg als zurzeit an der Börse: Die neue Offerte liegt den Angaben zufolge 38,3 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag - und bewertet Aer Lingus mit insgesamt knapp 700 Millionen Euro.

KNAPP 30 PROZENT IN RYANAIR-HAND

Weil Ryanair bereits knapp 30 Prozent der Anteile an der einstigen Staatsfluglinie besitzt, müsste das Unternehmen höchstens nur rund 70 Prozent der Summe aufbringen. Zuschlagen will der Vorstand allerdings nur, wenn ihm mindestens die Hälfte aller ausgegebenen Aer-Lingus-Aktien angedient werden.

Ryanair rechnet damit, dass die irische Regierung den verbliebenen Staatsanteil von 25 Prozent angesichts der Staatsschuldenkrise verkaufen muss. Dieser Schritt werde für Anfang 2013 erwartet. Ryanair dürfte nicht der einzige Interessent sein. Die arabische Fluggesellschaft Etihad hatte zuletzt rund drei Prozent der Aer-Lingus-Aktien erworben.

POKERN MIT DEN ARABERN

O'Leary forderte die Staatsfluglinie aus dem Emirat Abu Dhabi auf, bei Interesse nun selbst ein Gebot für Aer Lingus abzugeben. Die Araber knüpfen derzeit ein Kooperationsnetz in Europa. Anfang des Jahres waren sie auch bei Air Berlin zum größten Aktionär aufgestiegen.

Ryanairs ersten Anlauf bei Aer Lingus hatte die EU-Kommission im Jahr 2007 gestoppt: Sie sah den Wettbewerb auf den Strecken von und nach Dublin gefährdet. Diese Sichtweise dürfte sich angesichts der Entwicklung in der Branche inzwischen geändert haben, hofft die Ryanair-Spitze. Schließlich habe die Kommission sogar dem Verkauf der britischen Lufthansa-Tochter BMI an die British-Airways-Mutter IAG zugestimmt - obwohl damit die Nummer eins am Londoner Flughafen Heathrow die Nummer zwei schluckte. Auch die Zukäufe der Lufthansa - Swiss, Austrian Airlines und eine Beteiligung an Brussels Airlines - hätten die Wettbewerbshüter durchgehen lassen.

VISION: NUR 5 KONZERNE BLEIBEN ÜBRIG

Ryanair erwartet, dass in Europas Luftfahrtbranche auf lange Sicht nur fünf große Gesellschaften und Konzerne übrigbleiben: Neben sich selbst sehen die Iren lediglich für Lufthansa, Air France-KLM, easyJet und die aus British Airways und Iberia entstandene IAG eine Zukunft. Aer Lingus, so wirbt Ryanair-Chef O'Leary, habe nur im Bündnis mit dem Billigflieger eine Chance. Zusammen kämen beide Gesellschaften auf fast 90 Millionen Passagiere.

DUBLIN (dpa-AFX)

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Deutsche Lufthansa AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
15.05.13Deutsche Lufthansa kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.05.13Deutsche Lufthansa kaufenCommerzbank AG
13.05.13Deutsche Lufthansa kaufenMorgan Stanley
08.05.13Deutsche Lufthansa kaufenHSBC
07.05.13Deutsche Lufthansa kaufenCommerzbank AG
15.05.13Deutsche Lufthansa kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.05.13Deutsche Lufthansa kaufenCommerzbank AG
13.05.13Deutsche Lufthansa kaufenMorgan Stanley
08.05.13Deutsche Lufthansa kaufenHSBC
07.05.13Deutsche Lufthansa kaufenCommerzbank AG
03.05.13Deutsche Lufthansa haltenS&P Equity Research
02.05.13Deutsche Lufthansa haltenNational-Bank AG
24.04.13Deutsche Lufthansa haltenBankhaus Lampe KG
05.04.13Deutsche Lufthansa haltenBarclays Capital
18.03.13Deutsche Lufthansa haltenS&P Equity Research
03.05.13Deutsche Lufthansa verkaufenIndependent Research GmbH
29.04.13Deutsche Lufthansa verkaufenIndependent Research GmbH
18.03.13Deutsche Lufthansa verkaufenIndependent Research GmbH
15.03.13Deutsche Lufthansa verkaufenequinet AG
14.03.13Deutsche Lufthansa verkaufenequinet AG
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Lufthansa AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen