12.09.2012 14:17
Bewerten
 (0)

"Ja" aus Karlsruhe treibt DAX auf Jahreshoch

Neues Hoch: "Ja" aus Karlsruhe treibt DAX auf Jahreshoch | Nachricht | finanzen.net
Neues Hoch
Mit Erleichterung und steigenden Aktien- und Euro-Kursen haben Europas Börsen auf die Zustimmung des Bundesverfassungsgerichts zu Euro-Rettungsschirm und Fiskalpakt reagiert.
Der DAX stieg am Vormittag auf ein neues Jahreshoch bei 7410 Zählern. Zur Stunde notiert der Leitindex um 0,5 Prozent fester auf 7.350 Punkte zu. Auch die Brüsseler Börse meldet ein neues Jahreshoch. Der Euro ist nach dem Urteil aus Karlsruhe auf breiter Währungsfront ein Kauf. Zum US-Dollar ist die Gemeinschaftswährung in der Spitze auf 1,2938 Dollar gestiegen, den höchsten Stand seit vier Monaten. Nun rückt mit 1,30 Dollar die nächste runde Marke für den Euro in Reichweite.

   Die Karlsruher Verfassungsrichter haben grünes Licht für den europäischen Rettungsschirm ESM gegeben. Sie lehnten die Eilanträge der Kläger gegen den Euro-Rettungsschirm und den Fiskalpakt im Grundsatz ab. Das Gericht hat jedoch seine Entscheidung mit Vorgaben vor allem zu den Haftungsgrenzen verbunden. Damit kann Deutschland den ESM und den Fiskalpakt als völkerrechtliche Verträge bis zu einem endgültigen Urteil des Verfassungsgerichtes ratifizieren und dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm unter bestimmten Auflagen beitreten.

   Mit diesem Urteil wird nach Einschätzung von Börsianern ein großer Schritt in Richtung einer Entschärfung der Eurokrise getan. "Die Zustimmung zum ESM, dem permanenten Rettungsschirm für die Eurozone, ist von entscheidender Wichtigkeit", sagt Rainer Sartoris von der Bank HSBC Trinkaus. Denn ohne diese Zustimmung wären Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank kaum möglich gewesen.

   Doch es gibt auch vorsichtige Stimmen: "Die Euro-Krise ist nicht beendet", sagt Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Es sei damit zu rechnen, dass die Krise immer wieder in "Wellen" an die Finanzmärkte zurückkehrt. So taxiert Schmieding die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone auf 30 Prozent.

   Urteil lastet schwer auf Bundesanleihen

   Unter starken Druck sind die Kurse von Anleihen aus den Kernländern der Eurozone geraten. "Das Urteil hat den Investoren mehr Sicherheit geliefert", sagt ein Händler. Daher würden als sicher geltende Anlagen wie Bundesanleihen verkauft. Der Bund-Future, ein rege gehandelter Terminkontrakt auf Bundesanleihen, ist auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen. Mit dem Karlsruher Urteil im Rücken bevorzugen Investoren Anleihen aus der Eurozone-Peripherie, die weit höhere Renditen abwerfen.

   Das Interesse der Märkte dürfte sich rasch von Karlsruhe nach Washington wenden. Dort beginnt am Nachmittag die zweitägige Sitzung der Federal Reserve. Viele Beobachter rechnen damit, dass die US-Notenbank angesichts der lahmen Konjunktur Hinweise auf eine dritte Runde von Wertpapierkäufen gibt. Das könnte die Börsen in den kommenden Tagen weiter nach oben treiben und den Dollar belasten. Die Terminkontrakte auf die großen US-Aktienindizes lassen Kursgewinne an der Wall Street erwarten. Dort stellt die Vorstellung des iPhone 5 durch Apple alles andere in den Schatten.

   An Europas Börsen sind Finanzaktien die großen Gewinner. Der Bankensektor legt um ein Prozent zu und Versicherer im Schnitt um 1,1 Prozent. Papiere der Commerzbank und der Credit Agricole steigen um jeweils mehr als fünf Prozent. Auch die als konjunkturabhängig geltenden Automobil- und Technologie-Aktien legen überdurchschnittlich zu. BMW-Aktien verteuern sich um 2,3 Prozent und VW-Aktien um 2,8 Prozent. Infineon-Aktien steigen um drei Prozent. Auch die Aktien der besonders konjunkturabhängigen Stahlhersteller ThyssenKrupp und Salzgitter rücken um jeweils rund fünf Prozent vor.

   Kurs-Rally der griechischen Banken

   An der Athener Börse legen die Kurse der Banken eine Rally hin. Die Kursgewinne reichen von 10 Prozent für die Alpha Bank über 20 Prozent für die Piraeus Bank bis zu 24 Prozent für die Eurobank. Nachdem die Troika aus Internationalem Währungsfonds, EZB und EU-Kommission am Dienstag Portugal ein Jahr mehr Zeit zum Erreichen der Sparziele eingeräumt hat, spekulieren Börsianer auf Konzessionen auch für Griechenland. Profiteure wären vor allem die griechischen Banken.

   Am deutschen Markt ziehen Aktien von Fraport um knapp vier Prozent an. Der Flughafenbetreiber hat im August über fünf Prozent mehr Passagiere befördert als im August vergangenen Jahres. Papiere von RWE verteuern sich um 1,0 Prozent. Der Versorger hat Beteiligungsverkäufe für 7 Milliarden Euro bis 2013 in Aussicht gestellt. von Benjamin Krieger, Dow Jones Newswires

Bildquellen: Julian Mezger, MARKABON / Shutterstock.com
Anzeige

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
    3
  • Alle
    5
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
28.03.2017Commerzbank NeutralCitigroup Corp.
06.03.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
27.02.2017Commerzbank UnderweightBarclays Capital
15.02.2017Commerzbank Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
10.02.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
04.01.2017Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
30.12.2016Commerzbank kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
29.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
16.11.2016Commerzbank kaufenBankhaus Lampe KG
04.11.2016Commerzbank kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
28.03.2017Commerzbank NeutralCitigroup Corp.
06.03.2017Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
15.02.2017Commerzbank Sector PerformRobert W. Baird & Co. Incorporated
10.02.2017Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
10.02.2017Commerzbank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.02.2017Commerzbank UnderweightBarclays Capital
10.02.2017Commerzbank Strong SellS&P Capital IQ
09.02.2017Commerzbank VerkaufenDZ BANK
09.02.2017Commerzbank VerkaufenIndependent Research GmbH
09.02.2017Commerzbank SellUBS AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX startet im Plus -- Asiens Börsen fester -- Deutsche Bank in den USA zu weiterer Millionenstrafe verurteilt -- Tencent steigt bei Tesla ein -- STADA passt vorläufige Jahreszahlen nach unten an

SMA Solar: Verkauf von Bahntechnikgeschäft zahlt sich aus. Toshiba hat angeblich Insolvenz von AKW-Tochter zugestimmt. Siemens-Medizinsparte ergattert Milliardenauftrag in den USA. Premierministerin May unterzeichnet historischen Brexit-Antrag. Grammer erhöht im Abwehrkampf gegen Investor Dividende.

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
EVOTEC AG566480
Nordex AGA0D655
BayerBAY001
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Allianz840400
Infineon Technologies AG623100
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
SAP SE716460