25.02.2013 16:48
Bewerten
(0)

Deutsche Börse bremst Fusionsfantasie mit CME

Nicht in Verhandlungen: Deutsche Börse bremst Fusionsfantasie mit CME | Nachricht | finanzen.net
Nicht in Verhandlungen
Spekulationen über eine Fusion der Deutschen Börse mit der größten Futures-Börse der USA haben am Montag kurzzeitig ein Kursfeuerwerk ausgelöst.
Deutsche Börse-Aktien machten zeitweise einen Kurssprung um mehr als 10 Prozent, der aber wieder rasch ein Ende fand. Der DAX-Konzern teilte am Nachmittag mit, sich nicht in Verhandlungen mit der Chicagoer CME Group über einen Zusammenschluss zu befinden. Der Frankfurter Börsenbetreiber setze seinen Schwerpunkt weiterhin auf organischem Wachstum. Die Mitteilung folgte auf einen Bericht der Agentur Bloomberg. Diese hatte berichtet, dass die amerikanische Futures-Börse an die Frankfurter herangetreten sei, um in Gespräche über einen Zusammenschluss einzusteigen.

   Ein Fusion der beiden Börsenbetreiber würde die größten Handelsplätze für Futures der USA und Europas kombinieren. CME hat derzeit einen Börsenwert von 19,4 Milliarden US-Dollar (rund 14,6 Milliarden Euro), die Marktkapitalisierung der Deutschen Börse AG lag zuletzt bei rund 9 Milliarden Euro.

   Analysten hatten allerdings sofort zurückhaltend auf die Spekulationen reagiert, da in der Vergangenheit bereits verschiedene Pläne für Zusammenschlüsse mit anderen Börsen am politischen Widerstand der jeweiligen Regierungen gescheitert waren. "Wer kann es wollen, dass der deutsche Aktienhandel künftig in Chicago bestimmt wird?", fragt etwa Dirk Becker von Kepler Capital Markets und gab damit den Bedenken vieler Marktteilnehmer Ausdruck. Das Funktionieren der gesamten Volkswirtschaft sei auf funktionierende Finanzmärkte angewiesen. "Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass die Politik eine solche Transaktion für genehmigungsfähig hält", sagt Kepler, obgleich er eine Fusion an und für sich durchaus als sinnvoll erachtet.

   Die Börse Euronext könne als Negativbeispiel für einen transatlantischen Deal gelten. Nach ihrem Zusammengehen mit der New York Stock Exchange (NYSE) und deren Übernahme durch die Intercontinental Exchange (ICE) befindet sich die Pariser Börse nun in der Hand eines Börsenbetreibers, der am Aktiengeschäft in Europa kein Interesse mehr hat. Auch die CME dürfte nicht am Aktienhandel der Deutschen Börse interessiert sein. Den Amerikanern dürfte es vor allem um das Derivategeschäft Eurex gehen, sagte der Analyst.

   Die Konsolidierung in der Börsenlandschaft hatte in den vergangenen Jahren erheblich an Tempo gewonnen. Dabei waren aber nicht alle Pläne auch aufgegangen. So war die Deutsche Börse mit ihrem Vorhaben gescheitert, mit der NYSE Euronext zu fusionieren. Der Grund waren Wettbewerbsbedenken der Kartellwächter in Europa.

   Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr aus Sorge vor einer zu starken Position der Börse den Fusionsbemühungen mit der NYSE Euronext einen Riegel vorgeschoben. Die Wettbewerbsbehörde befürchtete eine marktbeherrschende Stellung, die beide Fusionspartner beim börsengebundenen Derivatehandel in Europa einnehmen würden.

   Börsenchef Reto Francioni hatte danach mehrfach betont, sich auf Asien konzentrieren zu wollen. Zunächst will er mit der Deutschen Börse dort aus eigener Kraft wachsen, im Einzelfall soll dies auch durch Kooperationen ergänzt werden. An Fusionen denke er derzeit jedenfalls nicht, hatte der Manager erst vergangene Woche gesagt.

   --Manuel Priego-Thimmel hat zu diesem Bericht beigetragen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com    DJG/mgo/jhe Dow Jones Newswires - Von Matthias Goldschmidt

Bildquellen: Deutsche Börse AG
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Börse AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Börse AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
16.06.2017Deutsche Börse VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
16.06.2017Deutsche Börse HaltenDZ BANK
16.06.2017Deutsche Börse buyOddo Seydler Bank AG
16.06.2017Deutsche Börse HaltenIndependent Research GmbH
15.06.2017Deutsche Börse NeutralCredit Suisse Group
16.06.2017Deutsche Börse buyOddo Seydler Bank AG
15.06.2017Deutsche Börse overweightBarclays Capital
15.06.2017Deutsche Börse kaufenRobert W. Baird & Co. Incorporated
14.06.2017Deutsche Börse overweightBarclays Capital
14.06.2017Deutsche Börse buyUBS AG
16.06.2017Deutsche Börse HaltenDZ BANK
16.06.2017Deutsche Börse HaltenIndependent Research GmbH
15.06.2017Deutsche Börse NeutralCredit Suisse Group
08.05.2017Deutsche Börse NeutralMacquarie Research
28.04.2017Deutsche Börse HaltenIndependent Research GmbH
16.06.2017Deutsche Börse VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
28.04.2017Deutsche Börse VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
04.04.2017Deutsche Börse VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.02.2016Deutsche Börse UnderweightJP Morgan Chase & Co.
19.01.2016Deutsche Börse UnderweightJP Morgan Chase & Co.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Börse AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen wenig verändert -- Commerzbank erwartet Verlust im 2. Quartal -- Toshiba fliegt aus Japans Leitindex Nikkei 225 -- Allianz, AIB, Volkswagen im Fokus

Harley-Davidson prüft Kauf der Audi-Tochter Ducati. Tesla plant erstes Werk in China. RWE schüttet Sonderdividende an Aktionäre aus. Wechsel in der Infineon-Geschäftsführung. Verschärfte Golf-Krise bringt Katars Landeswährung zum Absturz. ZUMTOBEL mit Gewinnsprung und Umsatzrückgang.

Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
Allianz840400
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
AURELIUSA0JK2A
Amazon.com Inc.906866
Deutsche Telekom AG555750