EMFIS.COM - Tokio 21.01.2011 Der japanische Aktienmarkt kam heute sichtlich unter die Räder. Der
Nikkei 225 fiel bei hohen Umsätzen um 1,6 Prozent auf 10.275 Punkte, und gab damit im Wochenverlauf 2,1 Prozent ab. Der breitere Topix verlor 1,8 Prozent auf 911 Zähler. Die heutigen Abschläge waren die größten seit Jahresbeginn.
Der Hauptgrund für die Kursverluste war die Furcht vor neuen Leitzinserhöhungen beim wichtigen Handelspartner China. Dies brachte unter anderem die Exportwerte deutlich unter Druck. Unter den Autoaktien fielen beispielsweise Honda um 1,7 Prozent und Toyota um 2,2 Prozent. Die
Aktie des Batterien-Herstellers GS Yuasa knickte um 4,0 Prozent ein, nachdem Mitsubishi Motors bekannt gegeben hatte, für sein Elektroauto Akkus vom Konkurrenten Toyota zu beziehen. Dagegen legten Fuji Heavy 0,7 Prozent zu. Der Wert des Subaru-Herstellers wurde zuvor von der UBS auf „kaufen“ augestuft. Unter den Elektronikwerten verbilligten sich
Sony um 3,7 Prozent und
Fuji Electric um 3,5 Prozent.
NEC schafften allerdings ein Kursplus von 2,1 Prozent, nachdem Gerüchte hochgekommen waren, wonach das Unternehmen eine PC-Kooperation mit Lenovo plane. Ein weiterer wichtiger Faktor waren heute die teils stark gefallenen Rohstoffnotierungen, die etwa Marubeni um 3,8 Prozent und Sumitomo Metal Mining sogar um 5,4 Prozent nach unten brachten. Im Finanzsektor verloren Mizuho 1,8 Prozent und
Nomura 3,2 Prozent.