EMFIS.COM - Tokio 22.02.2011 Die Unruhen im Nahen Osten führten heute an der
Börse Tokio zu Gewinnmitnahmen. Daneben hatte die Ratingagentur „Moody´s“ die Einstufung der Verbindlichkeiten des Landes mit einem „negativen Ausblick“ versehen. Der
Nikkei 225, der zuvor sechs Handelstage in Folge gestiegen war, rutschte heute um 1,8 Prozent auf 10.664 Punkte ab. Der breitere Topix verlor 1,8 Prozent auf 957 Zähler.
Besonders schwach zeigten sich heute die Finanzwerte, die unter dem Moody´s-Kommentar besonders litten, da Japans Banken viele heimische Anleihen in ihren Portfolios haben. Mitsubishi UFJ knickten um 3,6 Prozent und Mizuho Financial um 4,1 Prozent ein; Sumitomo Mitsui Financial fielen um 4,5 Prozent. Daneben gaben
Nomura Holdings 4,9 Prozent ab; unter den
Aktien der Konsumkreditanbieter schlitterten Acom um 9,4 Prozent und Promise um 7,9 Prozent nach unten. Die Exportwerte zeigten sich ebenfalls teils deutlich schwächer.
Hitachi korrigierten um 2,8 Prozent und
Sharp um 3,2 Prozent; im Autosektor verbilligten sich Toyota um 2,6 Prozent und Honda um 2,5 Prozent. Zu den wenigen Gewinnern gehörten heute die als defensiv geltenden Versorger- und Eisenbahnwerte. Tokyo Electric Power verbesserten sich trotz gestiegener Ölpreise um 0,1 Prozent; Tokyo Gas legten 0,5 Prozent zu; West Japan Railway stiegen um 0,9 Prozent.