10.07.2013 13:27
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RAG-Stiftung hält Beteiligung an ThyssenKrupp für möglich

Noch keine Gespräche
Die Essener RAG-Stiftung könnte sich rein rechtlich an ThyssenKrupp beteiligen und damit eine mögliche Kapitalerhöhung des Stahlkonzerns zeichnen.
Ein solcher Einstieg werde von der Satzung nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sagte RAG-Chef Werner Müller der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag nach Angaben eines Fraktionssprechers bei einem Besuch. Ein Einstieg widerspräche auch nicht dem Stifungsauftrag. Es sei bislang aber "kein einziges Gespräch" mit ThyssenKrupp geführt worden.

SPD-Fraktionssprecher Ralf Kapschack sagte weiter, Müller habe bei seinem Besuch am Vortag lediglich zu der aktuellen Diskussion in der Presse Stellung genommen. Das Thema sei jedoch nicht Schwerpunkt seines Besuchs gewesen.

Eine Sprecherin der RAG-Stiftung äußerte sich ähnlich. Die Satzung lasse Beteiligungen grundsätzlich zu, Gespräche mit dem Stahl- und Technologiekonzern habe es aber nicht gegeben, sagte sie.

Die Süddeutsche Zeitung hatte Ende Juni berichtet, die RAG-Stiftung könne sich an einer möglichen Kapitalerhöhung beteiligen und damit dem wichtigsten ThyssenKrupp-Aktionär, der Krupp-Stiftung, aus der Klemme helfen. Der Krupp-Stiftung fehle das Geld, um bei dem Gang an den Kapitalmarkt mitzuziehen und ihr Anteil würde dabei verwässert. Das wiederum wäre ein Albtraum für die Politiker Nordrhein-Westfalens, schrieb die Süddeutsche. Diese Gefahr ließe sich abwenden, wenn sich die beiden Stiftungen verbündeten und RAG statt der Krupp-Stiftung bei einer Kapitalerhöhung mitzöge. Die RAG-Stiftung war 2007 vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen zu dem Zweck gegründet worden, das Ende des Kohlebergbaus zu finanzieren.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/jhe

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July 10, 2013 06:57 ET (10:57 GMT)

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Bildquellen: ThyssenKrupp AG Uhde
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