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Tokio 01.02.2012 (www.emfis.de) Japans größtes Brokerhaus Nomura Holdings ist im Dezemberquartal wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Erfolgreiche Einsparungsmaßnahmen und ein Asset-Verkauf waren für das positive Ergebnis verantwortlich.
Nomuras Nettogewinn legte im Dezemberquartal gegenüber dem Vorjahr 33 Prozent zu auf 17,8 Milliarden
Yen (233 Millionen US-Dollar) und lag damit deutlich über den Markterwartungen. Einer Umfrage von Reuters zufolge hatten Analysten im Schnitt mit einem Verlust von 2,5 Milliarden Yen gerechnet. Die Schätzungen schwankten dabei jedoch ungewöhnlich stark in einem Bereich von minus 18,3 Milliarden Yen bis plus 13,4 Milliarden Yen. Der Umsatz von Nomura stieg im Dezemberquartal im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 481,5 Milliarden Yen.
Im letzten Jahr hatte Nomura einen drastischen Kosteneinsparungsplan angekündigt, dessen Auswirkungen jetzt sichtbar werden. Das Unternehmen will insgesamt 1,2 Milliarden US-Dollar einsparen. Allerdings half im Dezemberquartal auch die Veräußerung der Beteiligung an der japanischen Restaurantkette Skylark Co. Wie hoch dieser einmalige Gewinn ausfiel, wurde jedoch nicht bekannt gegeben.
Moody's droht mit Downgrade
Im Septemberquartal hatte Nomura noch einen Verlust von 46,1 Milliarden Yen eingefahren. Vor allem die stetigen Fehlbeträge im Auslandsgeschäft waren dafür verantwortlich. Als Resultat hat der Finanzdienstleister mittlerweile seine aggressive Expansionsstrategie außerhalb Japans abgeschwächt. In diesem Zusammenhang hatte Nomura im Jahre 2008 auch die Europa- und Asiengeschäfte der bankrotten US-Bank Lehman Brothers übernommen. In der nächsten Woche will die Ratingagentur Moody's darüber entscheiden, ob das Kreditrating von Nomura auf einen Stelle über Ramschniveau gesenkt wird.
An der
Börse Tokio stieg der Kurs von Nomura Holdings Inc heute um 0,4 Prozent auf 280,00 Yen. Der Quartalsbericht wurde erst nachbörslich veröffentlicht. Erst im November war der Aktienkurs von Nomura auf den tiefsten Stand seit etwa 28 Jahren eingebrochen. Seitdem hat er sich wieder um 26 Prozent erholt, während der
Nikkei 8 Prozent zulegen konnte.