Basel (aktiencheck.de AG) - Die schweizerische
Novartis AG hat die Produktion der ersten Charge eines Influenza A(H1N1)-Impfstoffes Wochen früher als erwartet abgeschlossen.
Wie der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa am Freitag erklärte, schafft die Herstellungstechnologie auf Zellkulturbasis die Voraussetzung, die Impfstoffproduktion zu starten, sobald ein pandemischer Virusstamm identifiziert ist, ohne dass dieser für die Vermehrung an Hühnereiern angepasst werden muss. Dieser Vorteil hat die erforderliche Zeit bis zur Impfstoffproduktion um Wochen verkürzt. Die erste Charge mit zehn Litern Wildtyp-Influenza A(H1N1)-Impfstoff-Monobulk wird für prä-klinische Untersuchungen und Tests genutzt und wird außerdem für klinische Studien in Betracht gezogen. Es beweist den Wert der Zellkultur-Produktion, die Novartis auch für das re-assortante Influenza A (H1N1)-Saatvirus nutzen will
Neben der Schnelligkeit beim Start ist ein weiterer Vorteil, dass die Produktion auch zügig gesteigert werden kann, da die Anlage das Potential hat, jede Woche Millionen Impfstoffdosen zu produzieren. Auf Basis des Erfolges mit einem Wildvirus-Stamm erwartet Novartis nun schnell dazu in der Lage zu sein, zügig auch die Produktion eines re-assortanten Influenza A (H1N1) Impfstoffs hochzufahren.
Bereits mehr als 30 Regierungen haben bei Novartis wegen einer Lieferung von Influenza A(H1N1)-Impfstoff angefragt, hieß es weiter. Dabei handle es sich sowohl um bereits bestehende Liefervereinbarungen von Pandemieimpfstoff als auch um neue Anfragen nach Impfstoffen aus den verschiedenen Novartis-Produktionsplattformen, einschließlich der Herstellung auf Hühnereibasis.
Gestern fielen die Novartis-Papiere um 0,28 Prozent auf 43,10 Schweizer Franken. (12.06.2009/ac/n/a)