15.02.2013 13:16
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OECD-Chef fordert von G-20-Staaten gemäßigten Sparkurs

   Von William Horobin

   MOSKAU--OECD-Generalsekretär Angel Gurria hat von den 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländern einen weniger rigiden Sparkurs gefordert. Die Staaten sollten zum Abbau der Neuverschuldung stehen, sich aber mehr Zeit dafür geben, in einer Situation, in der das Wachstum nicht vom Fleck kommt. "In einigen Fällen braucht es mehr Flexibilität - ein Jahr oder mehrere Jahre zusätzlich. Das Ziel bleibt unverändert, nur der Zeitpunkt wird verschoben", sagte Gurria im Interview mit Dow Jones Newswires am Rande des G-20-Treffens in Moskau.

   Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist neben den G-20 eine weitere Organisation, in der die wirtschaftlich stärksten Länder zusammenarbeiten. Gurria empfahl als Antwort auf die zum Teil schwachen Wachstumsziffern, entschiedene Strukturreformen. Auch in Ländern, in denen es zur Zeit recht gut läuft, gebe es Bedarf an Veränderung. Gurria rät Deutschland beispielsweise zu Reformen im Bildungssystem.

   Der OECD-Chef versuchte, die neu entflammte Diskussion um Währungskriege und Abwertungen zu beruhigen. "Beim realen Wechselkurs befinden sich praktisch alle großen Währungen nahe ihres Gleichgewichts." Japans Ziel, die Deflation zu besiegen und Inflation zu erreichen, sei keine Manipulation des Wechselkurses. Den Euro hält Gurria im Gegensatz zum französischen Staatschef für nicht überbewertet.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/DJN/chg/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 15, 2013 06:45 ET (11:45 GMT)

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