Die Bristol-Myers Squibb Company (NYSE: BMY) hat auf dem Annual European
Congress of Rheumatology (EULAR 2009), der gerade im dänischen
Kopenhagen stattfindet, heute Ergebnisse aus zwei Studien zu ORENCIA®
(Abatacept) vorgestellt.
I. Phase-IIb-Studie (7 Jahre)1
Im Rahmen der ersten Studie, bei der es sich um eine
Langzeitverlängerung (long-term extension, LTE) handelte, wurde das
Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von ORENCIA über 7 Jahre bei
Patienten mit rheumatoider Arthritis untersucht, die unzureichend auf
Methotrexat (MTX) ansprachen.
Studiendesign
Während des einjährigen randomisierten, doppelblinden,
placebokontrollierten Abschnitts dieser Phase-IIb-Studie wurden 339
Patienten mit aktiver RA und unzureichendem Ansprechen auf MTX für
ORENCIA in Kombination mit MTX oder ein Placebo und MTX randomisiert.
Nach Abschluss des doppelblinden Zeitraums wurden 219 Patienten in die
Open-Label-LTE aufgenommen. Ihnen wurde alle vier Wochen eine feste
Dosis ORENCIA (10 mg/kg in Übereinstimmung mit dem Körpergewicht) und
MTX verabreicht. Während der Verlängerung wurden die Sicherheit
monatlich und die Wirksamkeit vierteljährlich bewertet.
Ergebnisse
Während der LTE wurde die kombinierte Behandlung mit ORENCIA und MTX
generell gut vertragen, ohne dass die Auftrittshäufigkeit von
Nebenwirkungen im Laufe der Zeit zunahm. Die kumulative Inzidenz von
Nebenwirkungen lag bei 366,1 pro 100 Patientenjahre, in Bezug auf
schwere Nebenwirkungen betrug sie 17,4 pro 100 Patientenjahre und 3,18
pro 100 Patientenjahre hinsichtlich schwerer Infektionen. Diese Daten
stimmen mit früheren Daten zu ORENCIA in Kombination mit MTX überein.
Nach 7 Jahren befanden sich noch über die Hälfte (52,1 %) der
ORENCIA-Patienten (n=85), die ursprünglich in die LTE aufgenommen worden
waren, in Behandlung. Im Laufe dieser 7 Jahre wurde die Einnahme bei
11,0 % der Patienten aufgrund mangelnder Wirkung und bei 19,2 % infolge
von Nebenwirkungen abgebrochen.
Obwohl die LTE vorrangig auf die Untersuchung der langfristigen
Sicherheit von ORENCIA ausgerichtet war, wurden darüber hinaus Daten zur
Wirksamkeit bei den in der LTE verbleibenden Patienten gesammelt (wie
oben bereits angesprochen). Nach 7 Jahren erzielten von den Patienten,
die noch mit ORENCIA behandelt wurden (n=85):
-
69,7 % eine niedrige Krankheitsaktivität
-
51,5 % eine Remission (DAS28-CRP-definiert)
-
51,4 % ein ACR-70-Ansprechen
"Die Relevanz dieser langfristigen Daten für chronische, fortschreitende
Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis sollte nicht unterschätzt
werden", kommentierte Professor René Westhovens, UZ Leuven, Belgien.
"Diese Patienten müssen mit der Krankheit leben und in vielen Fällen
lebenslang behandelt werden. Sowohl für Patienten als auch
Klinikpersonal ist es daher wichtig, dass ein Medikament
nachgewiesenermaßen über ein langfristiges Sicherheits- und
Wirksamkeitsprofil verfügt."
Im Rahmen eines umfangreichen klinischen Studienprogramms wurde das
Sicherheitsprofil von ORENCIA bereits in mehr als 10.000 Patientenjahren
Exposition untersucht. Die neuen Daten untermauern die Eignung von
ORENCIA in Kombination mit MTX als bewährte Therapieoption für
mittelschwere bis schwere aktive RA bei Erwachsenen, die nur
unzureichend auf andere krankheitsmodifizierende Antirheumatika
einschließlich mindestens eines Tumornekrosefaktor-Hemmers (TNF-Hemmer)
angesprochen oder diese Medikamente nicht vertragen haben.2
II.
AIM-Studie (5 Jahre)3
Die zweite Studie, die ebenfalls diese Woche in Kopenhagen vorgestellt
wurde, ist die Langzeitverlängerung der AIM-Studie (Abatacept in
Inadequate responders to Methotrexate: Abatacept bei Patienten mit
unzureichendem Ansprechen auf Methotrexat), welche das langfristige
Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von ORENCIA bestätigt.
Untersuchungsdesign
Von den 433 mit ORENCIA und den 219 mit einem Placebo behandelten
Patienten, die die einjährige, randomisierte, doppelblinde,
placebokontrollierte AIM-Studie abschlossen, wurden 378 der mit ORENCIA
und 161 der mit einem Placebo behandelten Patienten in die
Open-Label-LTE aufgenommen, während der sie ORENCIA [~10 mg/kg] in
Kombination mit MTX erhielten.
Ergebnisse: Wirksamkeit und Sicherheit
Der Anteil der Patienten, die in der AIM-LTE mit ORENCIA und MTX in
Kombination behandelt wurden, lag nach 5 Jahren noch bei 70,4 % der
Patienten (n=266/378). Von diesen erzielten nach 5 Jahren 33,7 % eine
klinische Remission (DAS28-definiert) und ein ACR-20-, ACR-50- und
ACR-70-Ansprechen wurde von jeweils 83,6 %, 61,1 % und 39,6 % erreicht.
Die Nebenwirkungen und schweren Nebenwirkungen in der doppelblinden
Phase und im Gesamtzeitraum (doppelblinde Phase und LTE) waren
hinsichtlich Art und Inzidenz vergleichbar. Während der doppelblinden
Phase betrug die Inzidenz von Nebenwirkungen 303,4 pro 100
Patientenjahre und 17,7 pro 100 Patientenjahre in Bezug auf schwere
Nebenwirkungen. Innerhalb des Gesamtzeitraums lag die Inzidenz von
Nebenwirkungen bei 242,3 pro 100 Patientenjahre und bei 13,9 pro 100
Patientenjahre hinsichtlich schwerer Nebenwirkungen. Pro 100
Patientenjahre traten in der doppelblinden Phase 4,2 und im
Gesamtzeitraum 2,8 schwere Infektionen auf.
Ergebnisse: Hemmung des Fortschreitens struktureller Schädigungen4
Röntgendaten der AIM-LTE, die auch auf dem EULAR diese Woche präsentiert
wurden, belegten, dass ORENCIA im Laufe von 5 Jahren das Fortschreiten
struktureller Schädigungen bei der Mehrheit der behandelten Patienten
hemmte. 45,1 % der nach 5 Jahren untersuchten Patienten (n=120) zeigten
nach wie vor kein Fortschreiten struktureller Schädigungen. Bei 98 % der
Patienten, bei denen in den Jahren 1–4 kein Fortschreiten festgestellt
wurde, trat auch nach 5 Jahren keine Verschlimmerung ein.
Um Präsentationen führender RA-Experten zu diesen Daten anzuschauen,
bitte bei folgendem Webcast anmelden:
www.ra-webcast.com
Abrufbar ab Freitag, 12. Juni 2009, 9:00 Uhr MESZ
Über ORENCIA
ORENCIA ist ein selektiver Kostimulationsmodulator, der die
T-Zell-Aktivierung hemmt. ORENCIA wurde entwickelt, um die vollständige
T-Zell-Aktivierung zu verhindern und die Freisetzung von Chemikalien zu
unterdrücken, die zu Gelenkentzündungen und zur Gelenkzerstörung bei RA
führen.5
ORENCIA ist das erste in den Forschungszentren von Bristol-Myers Squibb
entdeckte und entwickelte Biologikum und wurde im Mai 2007 von der
Europäischen Kommission zugelassen.
ORENCIA wird in Kombination mit Methotrexat zur Behandlung
mittelschwerer bis schwerer aktiver rheumatoider Arthritis bei
Erwachsenen eingesetzt, die nur unzureichend auf andere
krankheitsmodifizierende Antirheumatika einschließlich mindestens eines
Tumornekrosefaktor-Hemmers (TNF-Hemmer) angesprochen oder diese
Medikamente nicht vertragen haben.
Während der Behandlung mit ORENCIA und Methotrexat wurden eine
Reduzierung des Fortschreitens der Gelenkschädigung und eine
Verbesserung der körperlichen Funktion beobachtet.
Das Sicherheitsprofil von ORENCIA wurde in mehr als 10.000
Patientenjahren Exposition untersucht und hat sich über 7 Jahre hinweg
als konsistent erwiesen.2
Arzneimittel, darunter ORENCIA, die das Immunsystem beeinflussen, können
die Abwehr gegen Infektionen und bösartige Tumore beeinträchtigen.
Schwere Infektionen, die möglicherweise mit der Behandlung im
Zusammenhang stehen, traten bei 1,8 % der mit ORENCIA behandelten und
bei 1,0 % der nicht mit ORENCIA (sondern einem Placebo) behandelten
Patienten auf. Es besteht die Notwendigkeit, Patienten im Hinblick auf
das Infektionsrisiko vor und während der Behandlung zu untersuchen und
zu überwachen. In den placebokontrollierten klinischen Studien traten
bösartige Tumore in Verbindung mit ORENCIA mit einer Häufigkeit von 1,4
% und 1,1 % im Zusammenhang mit dem Placebo auf. Diese Zahlen sind mit
denen in der allgemeinen RA-Population vergleichbar.6
Wie andere Biologika darf ORENCIA nicht von Patienten mit schweren und
unkontrollierten Infektionen wie z. B. Sepsis oder opportunistischen
Infektionen und von Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen den
Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments
angewendet werden. In klinischen Studien, bei denen sich die Patienten
keiner Vorbehandlung zur Prävention allergischer Reaktionen unterziehen
mussten, traten allergische Reaktionen in Verbindung mit ORENCIA nur
selten auf. Im Falle einer schweren allergischen/anaphylaktischen
Reaktion sollte ORENCIA abgesetzt werden.
Über rheumatoide Arthritis
Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine systemische, chronische
Autoimmunerkrankung, die durch die Entzündung der Gelenkinnenhaut (oder Synovialmembran)
charakterisiert ist und mit chronischen Schmerzen, Steifheit und
Schwellungen einhergehende Gelenkschäden verursacht. RA führt zu
eingeschränkter Beweglichkeit und verminderter Funktionsfähigkeit
aufgrund des Verlusts der Form und von Fehlstellungen. In Europa sind
möglicherweise bis zu 7 Millionen Menschen von RA betroffen.7, 8
Über Bristol-Myers Squibb
Bristol-Myers Squibb ist ein globales Biopharmazieunternehmen, dessen
Ziel es ist, das Leben von Menschen zu verlängern und zu verbessern.
ORENCIA® (Wirkstoff: Abatacept) ist eine Marke der
Bristol-Myers Squibb Company.
Weitere Informationen über ORENCIA entnehmen Sie bitte der
Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Summary of Product
Characteristics).
Quellen:
1 Westhovens, R. et al.: Consistent Safety and Sustained
Improvement in Disease Activity and Treatment Response Over 7 Years of
Abatacept Treatment in Biologic-Naïve Patients with RA. EULAR 2009,
Abstract No. FRI0108.
2 Smitten, A. et al.: Descriptive Analysis of Serious
Infections, Hospitalized Infections and Malignancies Over Time in the
Abatacept Clinical Development Program: A Safety Update with >10,000
Person-Years of Exposure. EULAR 2008, Abstract No. 1065.
3 Kremer, J. M. et al.: Abatacept Demonstrates Consistent
Safety and Sustained Improvements in Efficacy Through 5 Years of
Treatment in Biologic-Naïve Patients with RA. EULAR 2009, Abstract No.
FRI0263.
4 Genant, H. K. el al.: Abatacept Increases the Proportion of
Patients who Remain Free From Structural Damage Progression Through 5
Years in Methotrexate Inadequate Responders with RA. EULAR 2009,
Abstract No. FRI0253.
5 Kremer, J. M. et al.: Treatment of Rheumatoid Arthritis by
Selective Inhibition of T-Cell Activation with Fusion Protein CTLA4Ig.
N. Engl. J. Med. 2003, Vol. 349: 1907–1915.
6 Simon, T. et al.: Annals of the Rheumatic Diseases (Ann
Rheum Dis) 2006; 65 (Suppl II): 489.
7 United Nations: 2008 Revision Population Database: http://esa.un.org/unpp/.
Zugriff: 14.05.2009.
8 Symons, D. et al.: The Global Burden of Rheumatoid
Arthritis in the Year 2000: http://www.who.int/healthinfo/statistics/bod_rheumatoidarthritis.pdf.
Zugriff: 14.05.09.
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