13.02.2013 06:54
Bewerten
 (0)

Obama kündigt Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit EU an

   WASHINGTON (AFP)--Großer Schub für das Vorhaben einer transatlantischen Freihandelszone: US-Präsident Barack Obama kündigte in seiner Rede zur Lage der Nation die Aufnahme offizieller Verhandlungen mit der Europäischen Union über ein umfassendes Handelsabkommen an. Bei einem erfolgreichen Abschluss würde sich über den Atlantik die größte Freihandelszone der Welt spannen.

   "Heute Abend gebe ich bekannt, dass wir Verhandlungen über eine umfassende transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union starten werden", sagte Obama. "Freier und fairer" Handel über den Atlantik werde "Millionen von gut bezahlten amerikanischen Jobs" sichern.

   Ein weitgehendes transatlantisches Handelsabkommen wird bereits seit langem diskutiert, seit dem vergangenen Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit dem Plan. In der vergangenen Woche hatte EU-Handelskommissar Karel De Gucht mit dem US-Außenhandelsbeauftragten Ron Kirk in Washington die Möglichkeiten für ein Abkommen ausgelotet. Beide Seiten erhoffen sich durch den Wegfall von Handelsbarrieren Wachstumsimpulse für ihre schwächelnden Wirtschaften.

   Seit Obamas Wiederwahl setzt sich vor allem Deutschland für das Vorhaben ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte bei ihrem Treffen mit US-Vizepräsident Joe Biden Anfang Februar in Berlin die Hoffnung auf Fortschritte. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) warb zuletzt mehrfach für die Idee eines transatlantischen Binnenmarktes, der noch über eine reine Freihandelszone hinausgehen würde. Dabei würden nicht nur Zölle für den Handel von Waren und Dienstleistungen wegfallen, sondern auch eine angeglichene Rechtsordnung weitere Schranken für den Handel beseitigen.

   Die Europäische Union und die USA sind schon jetzt die wichtigsten Handelspartner füreinander. Die ausgetauschten Waren und Dienstleistungen haben einen jährlichen Wert von fast einer halben Billion Euro. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, hatte im Dezember bei einem Besuch in Washington den Abschluss eines transatlantischen Freihandelsabkommens bis 2015 gefordert. Die komplexen Verhandlungen dürften aber wohl länger dauern. Das Abkommen müsste vom US-Kongress, dem Europaparlament und allen Mitgliedstaaten der EU ratifziert werden.

   DJG/hab

   (END) Dow Jones Newswires

   February 13, 2013 00:23 ET (05:23 GMT)- - 12 23 AM EST 02-13-13

Artikel empfehlen?
Kostenlosen Report anfordern

Heute im Fokus

DAX im Plus -- ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich überraschend ein -- SAP wächst dank Euroschwäche kräftig -- IBM mit Umsatzrückgängen -- Lokführer streiken wieder

Anlegerschützer: Deutsche Bank muss über Sonderprüfung abstimmen lassen. Finanznot Athens treibt griechische Renditen auf Mehrjahreshochs. AMD-Chefin: Windows 10 kommt Ende Juli auf den Markt. Yahoo-Gewinn dürfte einbrechen. Sky Deutschland verbucht kräftiges Abo-Plus.
Wer liegt 2015 vorne?

In welchem Land gibt es die höchsten Ausschüttungen?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die rasende Welt der Elektroautos

Die wundersame Welt von Google

Was verdient man bei Apple?

Die größten deutschen Kapitalvernichter

10 Patente, die Apple für die Zukunft bereithält

mehr Top Rankings

Umfrage

Die Lokführergewerkschaft GDL hat nach den gescheiterten Tarifgesprächen am Sonntag offiziell beschlossen, erneut zu streiken. Haben Sie dafür Verständnis?