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30.06.2009 21:06

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Ölpreise fallen nach schwachen US-Verbrauchervertrauen um mehr als 2 Dollar


    NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag nach einem gesunkenen US-Verbrauchervertrauen um mehr als zwei US-Dollar gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete 69,27 Dollar und damit 2,17 US-Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August fiel um 2,35 Dollar auf 68,64 Dollar. In der Nacht zum Dienstag war der WTI-Preis noch auf bis zu 73,38 Dollar und der Brent-Preis auf bis zu 73,50 Dollar gestiegen.

    Das in den USA im Juni überraschend gesunkene Verbrauchervertrauen habe den Ölpreis deutlich unter Druck gebracht, sagten Händler. Die Hoffnungen auf eine Erholung der Konjunktur und damit eine Erholung der Nachfrage nach Rohöl seien gedämpft worden. Das Verbrauchervertrauen des Conference Boards war von revidiert 54,8 Punkten im Vormonat auf 49,3 Punkte gefallen. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 57,0 Punkte gerechnet. Eine erneute Aufhellung des US-Verbrauchervertrauen ist laut Commerzbank auch durch deutlich gestiegene Benzinpreise verhindert worden. Der Rückschlag zeige, dass sich die US-Wirtschaft noch nicht völlig gefangen habe. Die USA sind der wichtigste Ölkonsument weltweit.

    In den vergangenen drei Monaten war der Ölpreis gestützt durch Hoffnungen auf eine Erholung der Konjunktur deutlich gestiegen. "Solange der Ölpreis über 69 Dollar schließt, weist das zu Ende gehende Quartal die beste prozentuale Wertentwicklung seit 19 Jahren auf", schreibt Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank. Bislang hätten die preisbelastenden Faktoren wie die deutlich nach unten revidierte mittelfristige Prognose für die weltweite Ölnachfrage der Internationalen Energieagentur (IEA) kein Gehör gefunden. Unterdessen rückte der Experte noch die gestrige Entscheidung Chinas für höhere Benzin- und Dieselpreise in den Fokus. "Die deutliche Preiserhöhung vor einem Jahr könnte den kräftigen Ölpreisrückgang in der dann folgenden zweiten Jahreshälfte mit ausgelöst haben", so Weinberg./js/he

Kommentare zu diesem Artikel

Der Weise schrieb:
01.07.2009 19:09:05

Gier ist geil und Geilheit macht dumm. Die Welt ist verkehrt aber wird den richtigen Dreh wieder finden zum Vorteile Vieler zum Nachteile Einiger. Und die ganz Geilen werden wieder die klebrigsten Finger haben was ihnen aber nichts nützen wird...

Megabomber schrieb:
01.07.2009 14:52:34

Im bayrischen Dörfchen Klein Kleckersdorf fand ein Orkan im Wasserglas statt, in Hamburg auf der Reeperbahn fiel eine Schaufel um, in China platzte ein Sack mit Reis .. Alles gravierende Weltereignisse, die ein Ansteigen der Ölpreise rechtfertigen !

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