28.11.2012 17:15
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Ölpreise im Minus - US-Haushaltsstreit im Fokus

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch belastet durch den US-Haushaltsstreit gefallen. Dank neuer Hoffnungen auf eine Lösung des Konflikts und jüngsten Daten zu den Rohöllagerbeständen konnten die Verluste am Nachmittag zumindest etwas eingegrenzt werden. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Januar-Lieferung 109,04 US-Dollar. Das waren 77 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 80 Cent auf 86,40 Dollar.

 

    Auch am Ölmarkt rückt die drohende Fiskalklippe in den USA wieder stärker in den Blick der Märkte, sagten Händler. Am späten Nachmittag hoben Gerüchte über eine nahende Einigung im Haushaltsstreit die Stimmung an den Märkten wieder etwas. US-Präsident Barack Obama wird sich noch am diesem Mittwoch dazu äußern. Sollten die Verhandlungen über die US-Haushaltspolitik zwischen Demokraten und Republikaner scheitern, fürchten Experten, dass dies die Weltwirtschaft in eine Rezession reißen wird.

 

    In den USA sind die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche erneut gesunken. Die Öl-Reserven gingen leicht um 0,3 Millionen Barrel (je 159 Liter) auf 374,1 Millionen Barrel zurück, wie das US-Energieministerium in Washington mitteilte. Die Benzinbestände stiegen hingegen kräftig um 3,9 Millionen auf 204,3 Millionen Barrel. Die Vorräte an Destillaten (Heizöl und Diesel), die wegen der beginnenden Heizsaison zusehends in den Blick geraten, gaben weiter nach. Sie sanken um 0,8 Millionen auf 112,0 Millionen Barrel.

 

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel am Dienstag im Durchschnitt 108,07 Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/jsl

 

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